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Markkleeberg Parkplätze sind Dauerbrenner in der Rathausstraße
Region Markkleeberg Parkplätze sind Dauerbrenner in der Rathausstraße
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14:05 19.05.2015
Unübersichtlich: Auf dem 11,50 Meter breiten Einbahnstraßenabschnitt kommen sich Autos, Radfahrer und Fußgänger regelmäßig ins Gehege. Quelle: André Kempner

Knapp 20 Interessierte nutzten die Chance - zu wenig aus Sicht von Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Er hatte sich "mehr Beteiligung gewünscht". Indes auch in kleiner Runde wurde fast zwei Stunden angeregt diskutiert.

"Wir sind noch in der Ideenfindungsphase, nichts steht fest, alles ist möglich. Wir sind auf ihre Vorschläge und Anregungen gespannt", betonte der Rathauschef, dem Michael Rudolph vom Planungsbüro Station C 23, Robert Wagner von der Bauverwaltung und Wirtschaftsförderin Kerstin Kaiser zur Seite standen. Und die Gäste ließen sich nicht lange bitten. "Die Rathausstraße ist unattraktiv gestaltet. Hier einzukaufen macht keinen Spaß. Ich erlebe jeden Tag, dass Busse beim Abbiegen an der Ecke Haupt-/Rathausstraße wegen parkender Autos hängenbleiben. Das ist unglücklich gelöst, hier muss was passieren", erklärte Mediziner Lutz Pluta, der seine Praxis an besagtem Problempunkt hat.

Den Verkehr ganz auszusperren, wie von Teilnehmern des Stadtrundgangs Mitte Oktober gewünscht, sei keine Lösung, meinte Augenoptikerin Beate Münzenberg. "Die meisten unserer älteren Kunden sind bereit ein Stück zu laufen, längere Distanzen nicht. Wir brauchen einen größeren Parkplatz, dann könnte ein Teil der Rathausstraße Flaniermeile werden." Als Stolperfalle kritisierte Münzenberg das Buckelpflaster im unteren Bereich, für Mütter mit Kinderwagen wie auch für Senioren mit Rollator stelle dieses eine Gefahr dar.

Zu Stürzen komme es regelmäßig auch am Radweg zwischen Süd- und Hauptstraße, die Borde würden insbesondere im Winter übersehen, berichtete Katrin Kahn von der Süßen Boutique. Außerdem plädierte sie für eine stärkere Kontrolle der Kurzzeitparkplätze, die von Mietern oft über Stunden blockiert würden. Letztlich überlegte die Runde, ob nicht Parktickets eingeführt werden könnten, die nach einer halben Stunde kostenpflichtig oder in den Geschäften einzulösen sind.

Die Chefin des Bewegungsstudios in der Rathausgalerie regte an, Infotafeln mit Hinweisen auf alle ansässigen Gewerbetreibenden an zentralen Punkten aufzustellen. "Viele wissen gar nicht, was es hier alles gibt." Schütze fand die Idee gut. Rudolph schlug vor, über eine einheitliche Möblierung von Freisitzen nachzudenken. Per Satzung könne die Stadt dies, sofern von den Gewerbetreibenden getragen, forciert werden.

"Wir brauchen ein Zugpferd. Seit die Sparkasse nicht mehr am Rathausplatz ist, können wir ab 16 Uhr die Bürgersteige hochklappen", sagte Joachim Pielok, Vorsitzender der Händlerinitiative. "Das ist das große Problem. Wir haben eine Sackgassenlage ohne Frequenzbringer", bestätigte Rudolph. Kaiser erläuterte, dass dies die denkbar schlechteste Voraussetzung für eine Fußgängerzone sei. "Fachleute sagen, Verkehrsberuhigung macht nur Sinn in einer gut gehenden Ladenstraße, weil die Kundenfrequenz für lange Zeit zurückgeht", warnte Kaiser. Diskutiert wurde auch über den Wochenmarkt. Einhellige Meinung: Der Markt sollte auf den Rathausplatz verlegt, das Sortiment frischer und damit attraktiver werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.11.2014
Ulrike Witt

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