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Markkleeberg Parkplatznot am Hort Großstädteln
Region Markkleeberg Parkplatznot am Hort Großstädteln
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15:49 21.10.2009
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Markkleeberg

Dank des 1992 zwischen Stadt und Kreisverband Leipzig der Kleingärtner Westsachsen auf unbestimmte Zeit geschlossenen Pachtvertrages gehörte zu den 106 Parzellen ein üppiger Parkplatz an der Hauptstraße.

Dessen Zufahrt blieb tagein tagaus weit geöffnet. Probleme gab es nicht. Mit der Eröffnung der kommunalen Kindereinrichtung im September 2008 änderte sich manches. Acht Stellplätze für die Eltern der 142 Grundschüler sowie zeitlich parallel ein vier Meter breiter Streifen für Ausgleichsmaßnahmen zum Straßenbau S 72 mussten abgetreten werden. Im Ergebnis sollte das Tor stets verschlossen sein. Vereinsmitglieder erhielten im Frühjahr 2009 Schlüssel.

„Hier regiert der blanke Egoismus. Das hat nichts mit Gemeinnützigkeit zu tun, sondern ist eine Gemeinheit. Es geht doch um Kinder. Außerdem bestrafen wir uns mit der Auf- und Zuschließerei nur selbst und das bei ausreichendem Platz für alle.“ So wettern seither mehrere der eigentlich glücklichen Stellplatzbesitzer. Aus Sorge vor Übergriffen ihrer Gartenfreunde möchten die aber lieber ungenannt bleiben. Der Vorsitzende der „Alten Ziegelei“, Frank Hofmann, kann den Ärger nicht nachvollziehen. „Wir bezahlen für das Grundstück, pflegen es und haften im Schadensfall, also können wir auch darüber verfügen. Im Übrigen haben auf der Mitgliederversammlung alle dafür gestimmt“, behauptet er. Eltern und Erzieher berichten jedoch erbost von verbalen Auseinandersetzungen und sogar vom Einschluss unberechtigter Fahrzeuge – auch mit wartendem Kleinkind.

Freie Flächen wecken Begehrlichkeiten: Hinter dem verschlossenen Tor des Parkplatzes der Kleingartensparte „An der alten Ziegelei“ ist noch Platz. Quelle: André Kempner

Formal sei das aber alles korrekt, bestätigt Frank Müller, Vorsitzender des Kreisverbandes Leipzig der Kleingärtner Westsachsen, Dachorganisation für rund 140 Vereine in der Region. Denn die Gärtner würden ja auch zur Kasse gebeten: 1,2 Cent pro Jahr und Quadratmeter betrage allein der Pachtzins. „Fairerweise muss man berücksichtigen, dass die Großstädtelner Gärtner der Stadt mit den acht Stellplätzen schon entgegengekommen sind“, betont Müller. Dennoch hoffe er auf eine einvernehmliche Lösung. „Dazu kann aber keiner gezwungen werden, die muss aus dem Herzen kommen“, weiß Müller.

Ordnungsamtsleiter Stefan Pietsch setzt ebenfalls auf ein baldiges Einsehen. „Privatrechtlich ist nichts zu machen. Allerdings wirklich bedauerlich, wenn Eltern rund um den Hort keinen Parkplatz finden und nebenan viel frei bleibt. Wir würden es sehr begrüßen, wenn sich die Parteien endlich an einen Tisch setzen und miteinander statt übereinander reden.“

Ulrike Witt

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