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Peter Langners „Verbotene Fotos“ geben Einblicke ins Leben in der DDR

Neue Werkschau im Deutschen Fotomuseum Peter Langners „Verbotene Fotos“ geben Einblicke ins Leben in der DDR

Dem Leipziger Lichtbildner Peter Langner und seinen „Verbotenen Fotos“ ist ab Sonnabend eine Werkschau im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg gewidmet.

War auch ein exzellenter Sportfotograf: Das Deutsche Fotomuseum zeigt bis April eine Werkschau des Leipziger Lichtbildners Peter Langner.

Quelle: Peter Langner

Markkleeberg. Er war der langjährige Fotograf der legendären Rockband „Klaus Renft Combo“, setzte Fußball genauso gekonnt in Szene wie Schwimmen, schuf geschmackvolle Landschaftsaufnahmen ebenso wie kunstvolle Aktbilder: Der Leipziger Fotograf Peter Langner wäre Ende März 70 Jahre alt geworden. Grund genug für das Deutsche Fotomuseum in Markkleeberg, dem früheren Partner von Kuratorin Kerstin Langner von Sonnabend bis zum 9. April eine Werkschau zu widmen.

„Verbotene Fotos“ hat das Museum die Schau benannt. Schließlich zeigt der Kern der Ausstellung ein Serie, die Langner 1976/76 in der früheren Kirchhoffstraße 9 in Reudnitz aufnahm. Das Haus war nach heutigem Maßstab verfallen, aber wie so viele in der damaligen DDR noch bewohnt. Langner begleitete die beiden Bewohner Gerda und Fritz, ließ sie feiern, tanzen, zeigte ungeschönt das Leben des älteren Paares am Rand der DDR-Gesellschaft.

„In der Königshauspassage hat mein Mann versucht, die Bilder dann auszustellen“, erinnert sich Kerstin Langner. Die Fotos seien gleich beschlagnahmt worden. „Sie waren denen wohl zu kritisch“, meint sie. Und kurz darauf sei ein Stasi-Mann vorbeigekommen und habe Langner mit Haft gedroht, falls er die Bilder nochmal irgendwo ausstelle. Im Deutschen Fotomuseum sind die sozialkritischen Bilder nun zu sehen, mögen manchen Besucher an vergangene DDR-Tage, das Grau der Häuser und das mitunter pralle Leben darin erinnern.

Das Museum verdanke Peter Langner aber noch mehr, erklärt Direktor Andreas J. Mueller. Langner habe als Sammler von alten Kameras und Gründer des früheren Kamera- und Fotomuseums Mölkau quasi den Grundstock für das Deutsche Fotomuseum gelegt.

„Verbotene Fotos“ sind von Sonnabend bis zum 9. April im Fotomuseum im Agra-Park zu sehen. Die Schau ist außer montags täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Jörg ter Vehn

Markkleeberg, Raschwitzer Straße 11 51.2841184 12.3780084
Markkleeberg, Raschwitzer Straße 11
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