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Markkleeberg Petra Köpping will Flüchtlinge über Ehrenamt fordern
Region Markkleeberg Petra Köpping will Flüchtlinge über Ehrenamt fordern
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07:00 25.08.2017
Quelle: Ulrike Witt
Markkleeberg

Staatsministerin Petra Köpping (SPD) machte am Donnerstagnachmittag ihren „Antrittsbesuch“ bei Susann Eube. Seit Januar ist die 27-Jährige im Markkleeberger Rathaus für Gleichstellung und Integration zuständig.

„Wenn man sich persönlich kennt, erleichtert das die Arbeit“, erklärte Köpping. Begleitet wurde sie von Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), der eine Lobeshymne auf seine Mitarbeiterin sang: „Wir sind sehr froh, dass wir Frau Eube gefunden haben. Sie ist ein Glücksgriff.“ Eube habe sich binnen kurzer Zeit in die Strukturen eingearbeitet, führe und begleite die vielfältigen Aktivitäten in ihrem Bereich souverän, schwärmte er. Dazu zählten die AG Barrierefrei, die Fairtrade-Gruppe, die AG Flüchtlingshilfe und das jüngste Projekt, die AG Gemeinschaftsgarten, aber auch das neue Begegnungszentrum in der Orangerie Gaschwitz. „Dass die Aufgaben in einer Vollzeitstelle gebündelt sind, zeigt, welchen Stellenwert Gleichstellung und Integration bei uns haben“, betonte er.

Eube nutzte die Chance, die Ministerin um die Schirmherrschaft für den Gemeinschaftsgarten (die LVZ berichtete) zu bitten. „Die übernehme ich gern. Ich begrüße es immer, wenn Menschen zusammenarbeiten“, so Köpping. Finanzielle Hilfe bot sie für die Orangerie an, die laut Schütze fast ohne Fördermittel auskommen muss. „Es gibt Möglichkeiten über sozial integrative Maßnahmen. Ich möchte weg von Mikroförderungen, lieber sinnvolle größere Projekte über Jahre fördern“, erklärte die Ministerin.

Informationen aus erster Hand holte sich Eube zum Zuwanderungs- und Integrationsgesetz, dessen zweite Fassung Köpping im Oktober vorstellen will. „Die erste stammt von 2014. Seither hat sich mit der Flüchtlingswelle und Pegida so viel verändert, dass wir uns Gedanken um den gesellschaftlichen Zusammenhalt machen müssen“, begründete Köpping.

Im Kleinen soll der in Markkleeberg mit einem für alle Bürger offenen interkulturellen Tanzkurs ab September in der Orangerie gestärkt werden. „Da komme ich auf jeden Fall“, kündigte die Ministerin an. Beeindruckt habe sie schon das Willkommenscafé in Markkleeberg. Köpping empfahl, die Flüchtlinge jetzt ehrenamtlich einzubinden: „Wir dürfen nicht in den Anfangsstrukturen der Flüchtlingskrise verharren. Integration heißt fördern und fordern. Warum sollen Flüchtlinge nicht das Willkommenscafé oder den Sprachstammtisch betreuen?“

Von Ulrike Witt

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