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Markkleeberg Pfiffige Urlaubsidee für den Cossi: Investor will Wohnboote auf dem See anbieten
Region Markkleeberg Pfiffige Urlaubsidee für den Cossi: Investor will Wohnboote auf dem See anbieten
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00:27 12.09.2015
Von diesem Typ will Investor Thomas Recknagel im ersten Schritt fünf Wohnboote an den Cospudener See holen. Quelle: Aquare Center
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Markkleeberg

Urlaub auf dem Wasser - was in Mecklenburg jährlich Tausende lockt, soll auch auf dem Cospudener See möglich sein. Thomas Recknagel, seit 2012 erfolgreicher Inhaber des Cafés Brot & Kees in Markkleeberg, will ab Frühjahr 2017 fünf, langfristig bis zu zehn Wohnboote über den Cossi schippern lassen. Ob die Idee eine Chance hat, darüber entscheidet nächste Woche der Stadtrat.

„In Markkleeberg fehlen Übernachtungskapazitäten. Zwischen Mai und September sind unsere vier Ferienwohnungen restlos ausgebucht. Wir könnten die zwölf Betten doppelt und dreifach belegen. Und das ist im Markkleeberger Hof, im Seepark Auenhain, eigentlich bei allen hochwertigen Anbietern so“, erklärt der 45-Jährige. Deshalb habe er schon vor längerer Zeit überlegt, wie die Bettenzahl aufgestockt werden könnte. „Bei der hohen Immobiliennachfrage in Markkleeberg zu bauen, ist unrealistisch und wäre extrem teuer. Da wir als Familie seit Jahren unseren Urlaub auf dem Wasser verbringen, in Mecklenburg oder Brandenburg ein Floß oder Hausboot mieten, war uns sofort klar, dass das auch im Neuseenland ein tolles Angebot wäre. Entspannung und ein kleines Abenteuer für Kinder und Erwachsene - erholsamer geht es nicht“, meint Recknagel.

Vor einem Jahr habe er Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) eingeweiht. Der habe dem Projekt erst mal wenig Chancen eingeräumt, genehmigungsrechtliche Hürden gesehen. Indes Recknagel blieb hartnäckig, schrieb ein detailliertes Konzept und schickte es an den Landkreis. Und diesmal hat ihn die Antwort überrascht. „Die Idee wurde rechtlich und technisch als umsetzbar eingeschätzt.“ Ähnliches hörte er auch von der Landesdirektion und den Versorgern, darunter sein früherer Arbeitgeber KWL. Selbst Banken einschließlich der SAB sagten Ja. „Also habe ich mich dran gemacht und einen Bootsbauer gesucht und mit der Aquare Center GmbH in Brandenburg an der Havel auch einen erfahrenen Partner buchstäblich ins Boot holen können“, berichtet Recknagel.

Die Wohnboote für sechs beziehungsweise in der behindertengerechten Variante für vier Personen verfügten über Frisch- und Abwassertanks, eine autarke Stromversorgung, Dusche und WC, Kühlschrank und Gasherd, böten damit alle Annehmlichkeiten eines Ferienhäuschens. Mit dem Vorteil, dass die motorgetriebenen Aquare-Modelle über den Cossi tuckern, ihre Passagiere in Ufernähe und auf dem See ankern können. Ausgangspunkt wäre ein Steg, der nach Recknagels Plänen in Verlängerung der Lauerschen Straße, also in der Nähe seiner Basisstation, Café Brot & Kees, liegen soll und auch von Wasserwanderern und dem benachbarten Gymnasium genutzt werden könnte.

„Das Wo und Wie muss noch mit den Fachleuten geklärt werden“, sagt der potenzielle Investor. Ein Termin mit einem Ingenieurbüro sei für den Tag nach der Stadtratssitzung schon vereinbart. Im Gespräch sei er auch mit den Eigentümern des Kees´schen Parks. Denn die Bootsurlauber sollen nicht am See parken, sondern in Parknähe und dann mit Golfcars hinterfahren.

„Das alles macht natürlich nur Sinn, wenn die Abgeordneten grünes Licht geben“, so Recknagel. Immerhin - Rathauschef Schütze steht dem Projekt inzwischen „aufgeschlossen“ gegenüber. Sicher auch, weil die Stadt und ihre See-Betreiber-Tochter EGW mit dem Projekt endlich die zwischen Ost- und Nordstrand dringend benötigte Servicestation mit Toiletten errichten könnten. Die Förderbedingungen seien derzeit ideal, Projekte zur touristischen Erschließung würden bis zu 100 Prozent finanziert, so Recknagel. „Markkleeberg nimmt bei der Entwicklung touristischer Angebote im Leipziger Neuseenland mal wieder eine Vorreiterrolle ein. Wir freuen uns, dass einheimische Investoren mit Unterstützung der Verwaltung vorangehen“, verkündet der Oberbürgermeister jetzt. Auch der Technische und der Strategieausschuss des Stadtrates hätten bei der Präsentation positiv reagiert, verrät Recknagel.

Von Ulrike Witt

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