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Pösna Park gibt Einkaufsflächen ab - aber darf umbauen

Pösna Park gibt Einkaufsflächen ab - aber darf umbauen

Großpösna. Seit Wochen wurde hart gerungen, gab es Gespräche bis rauf ins Innenministerium. Dem dabei gefundenen Kompromiss zur weiteren Entwicklung des Pösna Parkes, der im Wesentlichen weniger Verkaufsflächen vorsieht, stimmte der Gemeinderat von Großpösna am Montagabend einstimmig zu.

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Der Weg für den Umbau ist jetzt frei: Der Fortbestand des Pösna Parkes ist gesichert. Das Einkaufszentrum gibt mehr als 5000 Quadratmeter Flächen ab, darf im Gegenzug aber modernisieren.

Quelle: André Kempner

"Wir sind durch", frohlockte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch und berichtete den Räten von den langen und intensiven Abstimmungsgesprächen mit Kreis, Landesdirektion, Eigentümern und Innenministerium seit Anfang Mai. Im Ergebnis habe der Park seit Freitagabend die Baugenehmigung unterschrieben vorliegen - vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates zu den Ergebnissen. Die war dann auch eher Formsache, ging einstimmig aus.

Das Einkaufszentrum habe aber einige Kröten zu schlucken, erläuterte Lantzsch. So sei im Innenministerium die Obergrenze für die Verkaufsflächen auf 19 800 Quadratmeter festgelegt worden, rund 5000 weniger als bislang. Weil aber auch der Getränkemarkt, der in einem eigenen Gebäude nahe der Tankstelle verkauft, auf Dauer aufgegeben werde muss, gebe der Einkaufspark sogar 5800 Quadratmeter ab, so Lantzsch. Des Weiteren seien die Flächen für innenstadtrelevante Sortiment auf maximal 10 650 Quadratmeter beschränkt, Fachmärkte dürften nicht mehr als 3700 Quadratmeter einnehmen, ein SB-Markt nur 7140 Quadratmeter umfassen "Die Eigentümer schlucken aber die Kröte", versicherte Lantzsch. Wie berichtet, geht es ihnen vor allem darum, rasch mit den Umbauten beginnen zu können, um die Abwärtsentwicklung zu stoppen und die neuen Ankermieter zufrieden zu stellen. Bei ihnen soll es sich um einen Elektromarkt, Intersport und den Discounter Netto handeln.

Wie berichtet, steckten Großpösna und das Einkaufszentrum in der Klemme. Kurz nach der Wende erbaut, war der Park in die Jahre gekommen, wollte sich weiterentwickeln, wie andere Zentren auch neuen Entwicklungen anpassen und umbauen. Der Landesentwicklungsplan sah ein Einkaufszentrum an der Stelle aber nicht mehr vor, erlaubte nur den Fortbestand des Pösna Parkes. Die meisten großen Städte im Umland inklusive Leipzig schlugen in die selbe Kerbe und lehnten in ihren Stellungnahmen den Umbau ab. Handel ohne Wandel könne jedoch nicht funktionieren, argumentierte die Gemeinde, machte sich für einen maßvollen Umbau stark.

Großpösna sei mit dem Kompromiss jetzt den Kommunen ein Stück weit entgegengekommen, meinte sie. Auch die Gutachten belegten, dass die Auswirkungen auf die Nachbarorte deutlich geringer ausfielen, als von ihnen befürchtet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2013

Jörg ter Vehn

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