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Markkleeberg Pro Agra-Park fordert Planungsstopp für B 2/95-Brücke
Region Markkleeberg Pro Agra-Park fordert Planungsstopp für B 2/95-Brücke
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08:00 30.10.2012
Das Streitobjekt Agra-Brücke aus der Vogelperspektive: Der Bürgerverein Pro Agra-Park kämpft weiter vehement für die Tieferlegung der B 2/95. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

„Die Planungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr beschränken sich bislang auf den Brückenabschnitt im Agra-Park. Der nördliche und südliche Teil spielt überhaupt keine Rolle. Es könnte also passieren, dass eine Autobahnbrücke gebaut wird, die Anschlüsse aber Bundesstraßen bleiben“, begründet Schütze seine Forderung.

Er verweist auf den Präsidenten des Landesrechnungshofes, Karl-Heinz Binus, der bei der Präsentation des aktuellen Berichtes Mitte Oktober erklärt hatte, dass Sachsen jährlich mehrere Millionen Steuergelder verschleudert. Als Gründe habe Binus mangelnde Kontrolle, Fehlplanung und Organisationsprobleme in den Behörden ausgemacht. „Erst wenn die Rahmenbedingungen wirklich klar sind, kann eine gleichrangige Untersuchung von Brückenneubau und tiefergelegter Straße erfolgen“, lautet Schützes Fazit.

Über diese Frage würde der Vorstand, der inzwischen mehr als 200 Mitglieder vertritt, gern vor Ort mit Jan Mücke, FDP-Staatssekretär im Bundesbauministerium, diskutieren. Trotz Zusage im März und mehrmaligen Nachhakens warte der Verein jedoch noch immer auf einen Termin. „Im Mai teilte uns Herr Mücke mit, dass er nur mit einem Vertreter des sächsischen Wirtschaftsministeriums nach Markkleeberg kommen wird. Seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört“, so Schütze.

Gemeldet habe sich dafür die Allianz-Umweltstiftung. Wie berichtet, hatte sich der Bürgerverein mit dem Projekt „Wiederherstellung des historischen Agra-Parks“ beworben. Stiftungsvorstand Lutz Spandau teilte Schütze inzwischen mit, dass der Antrag erst nach einer Entscheidung für die Tieferlegung geprüft werden könne. Aktuell unterstützt die Stiftung die „Wiedervereinigung“ des Englischen Gartens in München. Ein Vorhaben, bei dem es laut Schütze viele Parallelen zu Markkleeberg gibt.

Der Verein Pro Agra-Park setzt jetzt auf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der beim Auftakt zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes vor einigen Wochen gemahnt habe, dass Bürgerbeteiligung nicht nur eine Worthülse sein dürfe, sondern mit Leben gefüllt werden müsse. „Wir werden den Minister beim Wort nehmen“, verspricht Schütze.

@www.pro-agra-park.de

Ulrike Witt

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