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Pro Agra-Park hofft auf Gauck

Pro Agra-Park hofft auf Gauck

Brigitte Wiebelitz war zu DDR-Zeiten Chefjuristin der Agra, ab 1990 Geschäftsführerin der Messepark-Veranstaltungs-GmbH, später auch Miteigentümerin. Inzwischen ist sie Vorsitzende des Aufsichtsrates der Agra-Veranstaltungs-GmbH und - ganz neu - Vorsitzende des Bürgervereins Pro Agra-Park (die LVZ berichtete).

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Brigitte Wiebelitz

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. "Ich war von der Idee, den Vereinsvorsitz zu übernehmen, nicht sofort hellauf begeistert, aber auch mir war klar, Oberbürgermeister Karsten Schütze kann nicht Chef eines Bürgervereins sein", gesteht Wiebelitz, die mit ihrer Vita wie keine andere Persönlichkeit in der Region für die Agra steht. Ziel des Bürgervereins bleibe natürlich die Tieferlegung der B 2 im Agra-Park. Dafür werde der noch junge, 240 Mitglieder und hunderte Unterstützer starke Verein weiter auf Kontinuität setzen.

Froh ist Wiebelitz, dass sie mit CDU-Stadtrat Gerhard Pötzsch einen Baufachmann für den Verein und den Vorstand gewinnen konnte. "Er ist ein kluger Kopf, den wir bei der Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren brauchen. Mir ist es zudem wichtig, dass wir jetzt auch parteilich breit aufgestellt sind", sagt die neue Vorsitzende.

Mit ihrer "Mannschaft" wolle sie zwei Schwerpunkte angehen. "Als Erstes müssen wir es schaffen, dass die Politik unser Anliegen ernst nimmt. Bürgerbeteiligung darf nicht nur eine Worthülse sein", so Wiebelitz. Schließlich gebe es auch entsprechende Beschlüsse der Stadträte von Leipzig und Markkleeberg. Um der angestrebten Tieferlegung Nachdruck zu verleihen, will Wiebelitz Kontakt mit dem Bundespräsidenten aufnehmen. Getragen von der Hoffnung, "dass Joachim Gauck als DDR-Kritiker ein offenes Ohr für die Wiedergutmachung eines DDR-Unrechtes und Bergbauschadens hat".

Zweiter Schwerpunkt sei das Thema "Agra-Park - Park des Jahres 2014" mit zahlreichen Veranstaltungen organisiert gemeinsam mit der Stiftung Bürger für Leipzig, dem Grünen Ring, der Stadt Markkleeberg und dem Dölitzer Bürgerverein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2013
Ulrike Witt

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