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Pro Agra-Park „verhalten optimistisch“

B 2-Tunnel Pro Agra-Park „verhalten optimistisch“

Seit vier Jahren macht sich der Bürgerverein Pro Agra-Park für die Tieferlegung der Bundesstraße 2 stark. Jetzt scheint es, als könnte aus dem Traum Realität werden.

Der Bürgerverein Pro Agra-Park kämpft seit Jahren für die Tieferlegung der B 2. Sein Ziel ist die Wiederherstellung des alten Herfurthschen Landschaftsparks.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Seit vier Jahren macht sich der Bürgerverein Pro Agra-Park für die Tieferlegung der Bundesstraße 2 stark. Jetzt scheint es, als könnte aus dem Traum wirklich Realität werden.

„Die Variantenuntersuchung durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr und das Bundeswirtschaftsministerium ist abgeschlossen und es steht fest: Alle Varianten, das heißt Brücke, Trog und Tunnel, sind technisch umsetzbar“, verkündete Vereinsvorsitzende Brigitte Wiebelitz bei der Mitgliederversammlung am Montagabend im Kleinen Lindensaal. Bei den Untersuchungen seien, wie vom Verein immer wieder gefordert, Belange des Natur-, Lärm- und Denkmalschutzes, aber auch die Grundwassersituation in unmittelbarer Nähe der Pleiße berücksichtigt worden.

„Wie wir heute ganz aktuell erfahren haben, soll jetzt noch ein vertiefendes Gutachten zum Denkmalschutz erstellt werden“, berichtete Wiebelitz. Der Auftrag sei bereits im Oktober an das Landesamt für Denkmalpflege gegangen. Im Januar könnte das Gutachten eventuell schon vorliegen. Für den Verein ein wichtiger Schritt: Nutzt er doch, allen voran Vorstandsmitglied und Landschaftsarchitekt Dirk Seelemann, jede Möglichkeit, auf die denkmalpflegerische Bedeutung des Herfurthschen Parks hinzuweisen.

„Es geht nichts einfach und schnell, das haben wir begriffen. Aber es ist alles auf dem richtigen Weg“, meinte Wiebelitz. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), der den Verein im Februar 2012 gegründet hatte, dankte dem Vorstand für „das beharrliche Dranbleiben“. Pro Agra-Park sei die treibende Kraft. „Auf der politischen Ebene wird man manchmal regelrecht zerrieben“, gestand er und betonte: „Die gesamte Region steht hinter dem Projekt – die Städte Leipzig und Markkleeberg und der Landkreis.“

Schütze erinnerte an die Anfänge des Vereins: „Für den Freistaat kam damals nur der Ersatzneubau der Brücke in Frage. Wir wurden mit unserer Forderung nach einer gleichberechtigten Prüfung aller Varianten gar nicht ernst genommen.“ Seit etwa zwei Jahren habe sich die Situation verändert. „Es gibt heute eine andere Form der Kommunikation. Jetzt diskutieren wir auf Augenhöhe und werden sogar gefragt, wenn es um Zuarbeiten geht“, sagte der Rathauschef, der nach wie vor Vereinsmitglied ist.

Sein großer Wunsch: „Wenn jetzt noch die letzten Argumente gesammelt werden, sollte es möglich sein, dass das Planfeststellungsverfahren 2017 beginnt.“ Er sei verhalten optimistisch, so Schütze. „Man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben und das Ziel ist noch nicht erreicht“, warnte er vor Euphorie. Wiebelitz mahnte Leipzig und Markkleeberg als Eigentümer, den Agra-Park gerade jetzt, sozusagen unter verstärkter Beobachtung, sehr behutsam zu entwickeln. „Nicht, dass wir uns am Ende noch die denkmalpflegerische Ausrichtung kaputt machen“, so Wiebelitz.

Rüdiger Dittmar, Amtsleiter für Stadtgrün und Gewässer im Leipziger Rathaus, würdigte das Engagement des Vereins als „wichtigen sozialen Beitrag“. Er präsentierte im Lindensaal das Grünflächenmanagement der wachsenden Großstadt. Ein wichtiger Aspekt dabei – der Agra-Park. „Sicher gibt es bei der Gestaltung und Pflege auf Leipziger Seite noch Luft nach oben“, räumte er ein, „aber das kostet. Das muss allen klar sein und es müssen Prioritäten gesetzt werden.“

Von Ulrike Witt

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