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Puppentheater erwacht aus Sommerschlaf

Puppentheater erwacht aus Sommerschlaf

Die Bühnen und Kulissen von Rosi Lampe sind in der Abstellkammer verstaut, die Puppen haben seit vier Wochen Pause. Die ist morgen um 10 Uhr vorbei, dann spielt die 63-Jährige den „Teufel mit den 3 goldenen Haaren“, ein Märchen der Brüder Grimm, das schon länger zu ihrem Repertoire gehört.

Markkleeberg. Elf Stücke hat sie insgesamt in ihrem Programm, neue kommen in dieser Spielzeit nicht dazu. „Ein neues Stück probe ich etwa 20 mal. Um ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit zu haben, brauche ich noch 30 Vorstellungen mehr“, sagt die lebhafte Frau. „Wenn ich jetzt neue Stücke einführen würde, dann würde ich die alten vergessen.“

Drei Gäste hat die Frau, die vor ihrer Puppenspielerkarriere Buchhändlerin war, sich für die kommenden fünf Monate eingeladen: Zum einen ihre Tochter Steffi Lampe aus dem Leipziger Puppentheater Sterntaler, wo auch Rosi Lampe selbst angefangen hat. Aus dem gleichen Theater kommt Meike Kreim, die im November „Schneeweißchen und Rosenrot“ in der Friedrich-Ebert-Straße aufführen wird. Der dritte Gast ist Frieder Simon aus Halle, der die Grimm-Märchen „Gevatter Tod“ und „Der Froschkönig“ spielt. Derzeit überlegt Rosi Lampe auch, ab Januar eine Puppenspiel-AG für Kinder einzurichten. „Ich würde mir dann für ein Vierteljahr einen Nachmittag die Woche frei nehmen und eine Gruppe von fünf bis sieben Kindern einrichten“, sagt sie. „Viel Geld würde ich damit nicht verdienen, aber es macht sicher Spaß.“

Die Idee, junge Leute für ihre Kunst zu begeistern, begeistert sie selbst, wenn sie davon redet: „Ich habe mal mit der siebten Klasse einer Mittelschule ein Stück eingeübt und gespielt – und die haben irgendwann begriffen dass das zwar eine Anstrengung bedeutet, dass es aber auch eine große Freude ist, Beifall für eine Sache zu bekommen, die man gut gemacht hat.“ Sie kann sich richtig in Rage reden, wenn sie an Eltern denkt, die ihre Kinder nur konsumieren lassen: „Was gut werden soll, braucht Vorbereitung – ich finde es ärgerlich, wenn die Ernsthaftigkeit so sehr fehlt, furchtbar. Die Kinder sind leicht dafür zu gewinnen, mal ein Stück selbst einzuüben – wenn die Eltern das dann nicht machen, ist das eine verschenkte Möglichkeit.“

Florian Bamberg

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