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Pylonbrücke wird neues Tor nach Leipzig

Pylonbrücke wird neues Tor nach Leipzig

Über die B2 südlich von Markkleeberg spannt sich schon bald ein imposantes Bauwerk. Eine 33 Meter hohe Pylonbrücke wird ab 2017 Fußgängern, Radfahrern, Feuerwehr und dem Rettungsdienst die Querung der autobahnähnlichen Straße ermöglichen und die Seen miteinander verbinden.

So sieht die 33 Meter hohe Pylonbrücke in der Entwurfzeichnung aus.

Quelle: LMBV

Markkleeberg. Montag ist nach langem Warten Baustart.

Am Dienstag sei die Bauanlaufberatung gewesen, erklärte Claudia Gründig von der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV). Die LMBV finanziert den rund 4,7 Millionen teuren Bau im Rahmen der Tagebau-Grundsanierung. "Voraussichtlich bis Ende Mai 2017" liefen die Arbeiten, so die Sprecherin.

Der Bau hat es in sich: Erst wird das Areal freigemacht, werden Versorgungsmedien wie Telefon und Abwasser umverlegt. Dann wird der Untergrund verdichtet - mit Rüttelstopfsäulen wie schon an der A 38 oder aktuell am künftigen Harthkanal. Das westliche Brückenwiderlager wird wegen des inhomogenen Untergrunds mit 56 rund sechs Meter tiefen Säulen verdichtet, das westliche Widerlager und der Pylon mit Stahlbetonbohrpfählen gegründet, da laut LMBV ebenfalls ein ehemaliger Kippenbereich darunter liegt.

Nach dem Bau der Lager werde zunächst die Fahrbahn als Stahlkonstruktion mit zwei Längssträgern, verbunden mit einer Betonplatte, montiert, erklärte Gründig. Danach werde der in Zwickau vorgefertigte, in Teilen angelieferte Stahlpylon im Liegen zusammengebaut und anschließend auf der Baustelle aufgerichtet. "Pylon und Seile müssen dann nur noch eingehangen werden", so Gründig.

Einfach? Das Spektakel wird sicher etliche Schaulustige auf die Baustelle ans neue Tor nach Leipzig führen. Sie können dazu vermutlich mit der S-Bahn bis Gaschwitz und dann über die schon 2014 fertig gestellte Pleißebrücke in Verlängerung der Cröbernschen Straße anreisen. Die Brückenerneuerung war die erste Maßnahme der LMBV, die durch den Tagebau im Südraum gekappten Ost-West-Verbindungen wiederherzustellen. Die Pylonbrücke ist die zweite.

Über das Bauwerk können - wie berichtet - Besucher des Südraums dann vom Cospudener See über schon vorhandene Wege bis Gaschwitz und von dort über die Bundesstraße an die Wege zum Markkleeberger und Störmthaler See gelangen. Touristiker erhoffen sich dadurch eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Südraums.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wird laut einer Vereinbarung der Behörden Planung, Ausschreibung und Bau der Brücke betreiben. Die Ausschreibung hatte das Bauunternehmen Arlt aus Frohburg gewonnen. Sie soll das Bauwerk als "gefächerte, einhüftige Schrägseilbrücke aus Stahl- und Verbundkonstruktion mit schlankem Fahrbahnträger ausführen", so Gründig im Architektendeutsch. Die zwei Seilebenen würden von einem Pylon fächerförmig aufgenommen und über die Abspannseile am östlichen Widerlager verankert. Das Bauwerk werde über eine Gesamtlänge von 64 Metern verfügen, die Einzelstützweiten betrügen 49,20 Meter und 14,60 Meter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2015
Jörg ter Vehn

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