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Pylonenbrücke als Tor nach Leipzig entsteht im Südraum

Pylonenbrücke als Tor nach Leipzig entsteht im Südraum

Markkleeberg. Ausflüge vom Cospudener zum Markkleeberger See mit dem Rad oder zu Fuß werden in absehbarer Zeit einfacher. Die Bergbausanierer der LMBV beginnen noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Brücke über B2/95 in Gaschwitz.

Das Bauwerk soll als "Tor nach Leipzig" architektonisch mal etwas Anspruchsvolleres werden.

Die Grafik der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) von der Pylonenbrücke gibt nur einen schematischen Überblick über das Bauwerk, aber selbst dieser lässt die besondere Architektur schon gut erahnen. "Das wird ein echter Hingucker", freute sich LMBV-Sprecherin Karin Franke auf die Brücke.

Diese soll die Bergbaufolgelandschaft am Markkleeberger See besser an die S-Bahn und den westlichen Teil Markkleebergs anbinden. Denn bislang laufen alle Wege vom und zum See im Wesentlichen an der viel befahrenen Seenallee zusammen. Dadurch fehlte letztlich ein kurzer Weg vom Cospudener See hinüber zum Markkleeberger See, aber auch etwa ein kurzer Rettungsweg für Feuerwehr und Sanitäter zur südlichen und westlichen Seeseite.

Die bessere Anbindung der Bergbaufolgelandschaft umfasse im Wesentlichen drei Schritte, so Franke. Zunächst werde die bestehende Brücke in der Cröbernschen Straße über die Pleiße instandgesetzt. Wie berichtet, war das alte Bauwerk dafür weitgehend abgetragen worden, die Pfeiler blieben erhalten und wurden ertüchtigt. Im Vorjahr wurden per Autokran neue Betonelemente als Fahrbahn aufgesetzt. Derzeit liefen die Arbeiten, um das Bauwerk zu komplettieren und an die Straße anzubinden, werde auch das Aufbringen der Tragschicht vorbereitet, so Franke. Bis Ende April soll der Asphalt drauf, das Bauwerk fertiggestellt sein.

Im zweiten Schritt werde im nächsten Halbjahr mit dem Brückenbauwerk über die B2/95 begonnen, erklärte Franke. Als letzter Schritt folgten dann der Anschluss an die Wege und deren Ausbau.

Für die Brücke seien verschiedene Varianten untersucht worden. In Abstimmung mit allen Beteiligten haben man sich auf die Pylonenbrücke geeinigt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erarbeite derzeit die Unterlagen für die Ausschreibung, werde für die LMBV auch den Bau durchführen.

Rund eineinhalb Jahre seien dafür veranschlagt, sagte Franke. Vor dem Start seien noch Versorgungsleitungen etwa für Abwasser, Strom und Telefon umzuverlegen. Bei einer Abwasserdruckleitung geschehe dies noch weiter im Vorfeld.

Zudem herrschten schwierige Baugrundverhältnisse. Dadurch werde eine aufwändige Gründung der Brücke erforderlich. Auf Gaschwitzer Seite würden so genannte Rüttelstopfsäulen gesetzt. Diese Methode zur Bodenverfestigung, bei der ein Kies-Zementgemisch in einem engen Raster von Bohrungen tief in die Erde eingerüttelt wird, war bereits beim A38-Bau verwandt worden. Auf Markkleeberger See-Seite seien Bohrpfähle vorgesehen, so Franke.

Insgesamt werde das Bauwerk als Tor nach Leipzig eine Spannbreite von rund 64 Meter aufweisen und mehr als eine Million Euro kosten. Die Pylonen würden etwa 33 Meter hoch. Ob das Bauwerk wie die Brücke über die Autobahn ein paar hundert Meter weiter südlich auch im Blau-Gelb der Messestadt gestrichen werden, sei noch unklar. "Die Farben stehen noch nicht fest", so Franke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2014
Jörg ter Vehn

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