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Markkleeberg Qualität ist wichtiger als Masse
Region Markkleeberg Qualität ist wichtiger als Masse
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06:01 08.11.2018
Nicht nur die Veranstaltungen des Kulturamtes, auch die des Ratskellers, wie hier die Jubiläumstour der Oldie Live Band, füllen den Lindensaal. Quelle: Foto: Kempner
Markkleeberg

Die Kulturlandschaft in Markkleeberg ist bunt und vielseitig. Vor den Toren Leipzigs hat sie es nicht immer einfach, doch haben sich Nischen entwickelt, die ihr Publikum begeistern. Die Markkleeberger müssen oft genug schnell sein, denn viele Veranstaltungen sind bereits frühzeitig ausverkauft.

Im Weißen Haus, in den Lindensälen, auch in der Stadtbibliothek werden Eigenveranstaltungen des Kulturamtes durchgeführt. So sind im Jahr 2017 4 223 Besucher bei gezählt worden. „Bis zum Oktober haben wir 3 615Gäste verbucht, wir rechnen also mit einer gleichbleibenden Zahl wie im Vorjahr, oder sogar einem kleinen Anstieg, obwohl wir 2018 zwei Großveranstaltungen weniger in unserem Programm hatten“, erklärt Kulturamtsleiter Falk Hartig. „Qualität ist uns wichtiger als die Masse“, betont er. Klein, aber gut solle es sein.

Die Planungen für das Jahr 2019 sind in vollem Gange. Freunde der klassischen Musik dürfen sich freuen. „Das Grundgerüst steht, beispielsweise mit zehn Aufführungen der Herfurtschen Hausmusik, einem Konzert der Elfrun-Gabriel-Stiftung zur Förderung begabter junger Pianisten der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig und mit vier Blüthner-Meisterkonzerten“, so Hartig. Zwei Operettenkonzerte mit Alexander Voigt, gern gesehener Gast in Markkleeberg, zählten zu den beliebtsten Terminen im Kulturkalender, die Eintrittskarten seien erfahrungsgemäß frühzeitig vergeben. Dazu kämen noch weitere einzelne Höhepunkte mit interessanten Nuancen.

Groß und sehr gut gestaltet sich traditionell die Soul-Night im Großen Lindensaal. Im März 2019 steht die elfte Veranstaltung dieser Art an, wieder mit Feelman, dem Soul Orchestra mit der Garantie für eine begeisternde Show, für Tanz, Rock, Swing und Unterhaltung. Die Band zieht ihre Fans seit Jahren magisch an. „Wir haben die Besucher in diesem Jahr um ein Eventfeedback gebeten. Dabei kam heraus, dass sie keine andere Band hören und sehen wollen“, erläutert Hartig. Das tanzfreudige Publikum komme nicht nur aus Markkleeberg, sondern aus dem Umkreis, auch aus Böhlen und Borna, und es lege Wert auf Kontinuität.

Die Umfrage mit weit auseinanderliegenden Meinungen habe ergeben, dass die Mehrheit keine größere Experimentierfreudigkeit wünsche, jedoch mehr Vorführungen aus dem Genre Theater. „Das können wir jedoch kaum verwirklichen, weil uns die finanziellen Ressourcen fehlen“, bedauert Hartig. „Wir treffen den Nerv unseres Publikums, wollen uns weiterhin auf unsere Schwerpunkte konzentrieren und unsere Kulturstätten mit ihren Profilen erhalten.“

Vier Ausstellungen sind im kommenden Jahr im Weißen Haus geplant. Zu denen möchte Hartig noch nicht viel verraten. „Den Auftakt macht Steffen Fischer, der an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studiert hat“, lässt er jedoch durchblicken. „Das wird eine höchst interessante Ausstellung mit vielen expressiven Werken.“

Das Markkleeberger Puppentheaterfest, das im März mit Aufführungen für kleine und große Gäste unter dem Titel „Heldentage“ den zehnten Geburtstag feiert, verheißt wieder viel Vergnügen mit pädagischem Wert. Christiane Weidringer lädt schon jetzt die Erwachsenen zur „Zauberflöte“ ein und verspricht in dem Stück um eine scheinbar schüchterne Souffleuse, die ins Rampenlicht tritt, „einen Abend voller Emotionen, überraschender Wendungen und natürlich Mozarts grandioser Musik.“

Von Gislinde Redepenning

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