Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg "Qualität und Zuverlässigkeit sind A und O"
Region Markkleeberg "Qualität und Zuverlässigkeit sind A und O"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 19.05.2015
Der Regenüberlauf wird aus speziell gebrannten Kanalklinkern gebaut, die dem aggressiven Schmutzwasser standhalten. Quelle: André Kempner

Ende August kann dieser mit einem Monat Verzögerung in Betrieb genommen werden.

Der Blick in den 5,30 Meter tiefen Hauptschacht hinter der Bäckerei Herzog ist imposant. Keine einfachen Leitungen, sondern ein aus speziell gebrannten Klinkern gebauter Sammelkanal steht da unter der Erde. Es sieht fast aus wie eine kleine Stadt unter der Stadt. "Hier laufen die Mischwasserleitungen aus Richtung Cospudener See und Großstädteln/Gaschwitz zusammen. Bei Starkregen wird ein Teil des Wassers über einen Verteiler in die rund 500 Meter entfernte Pleiße abgeschlagen", erklärt Bauingenieur Christian Nußbaum von der KWL-Tochter Bau + Service Leipzig.

"Um den Fluss vor Grob- und Feinstoffen, die sich naturgemäß massenhaft im Schmutzwasser der Haushalte befinden, zu schützen, musste auch dieser Regenüberlauf modernisiert werden", sagt KWL-Sprecher Thomas Flinth. Der alte Überlauf habe weder den gesetzlichen Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie noch den heutigen technischen Möglichkeiten entsprochen. Daher habe die Untere Wasserbehörde eine entsprechende Auflage für den Bau erteilt.

Da sich Feststoffe über längere Distanzen am Boden absetzen und Feinstoffe wie Toilettenpapierreste oben schwimmen, gibt es in Großstädteln zwei Reinigungsstufen. Als erstes wird das überlaufende Wasser über eine etwa 50 Meter lange Kanalschleife geschickt. Das sogenannte Umlenkbauwerk mit einem 180-Grad-Bogen ist bereits fertiggestellt. Danach muss das aus Regen- und Schmutzwasser bestehende Mischwasser die zweite Stufe, eine mit Lamellen versehene Kulissentauchwand passieren, bevor es in Richtung Pleiße weiterfließen kann.

In normalen Zeiten nimmt das Mischwasser auch in der Alten Straße den direkten Weg ins Klärwerk am Wolfswinkel. Wie oft der Regenüberlauf, den es in dieser Form insgesamt neun Mal im KWL-Kanalnetz in Markkleeberg gibt, zum Einsatz kommt, ist sehr unterschiedlich. "Wir hatten schon Jahre wie 2012, wo es kaum Starkregenereignisse gab, und wir haben eben auch Jahre wie 2013", sagt Nußbaum.

Beim Unwetter am 20. Juni stand die KWL-Baustelle in Großstädteln völlig unter Wasser. "Noch mehr Probleme hat uns die Flut Anfang Juni bereitet. Am 3. und 4. Juni mussten wir wegen des Pleiße-Hochwassers sogar Baustopp verhängen", erinnert sich Nußbaum. Mit erheblichen Folgen: "Eigentlich wollten wir den Regenüberlauf und damit die Alte Straße Ende Juli wieder freigeben. Jetzt klappt es erst mit einem Monat Verzögerung am 26. August", sagt Flinth. Lehrer und Eltern der nahen Grundschule dürften aufatmen, dass die Alte Straße mit Beginn des neuen Schuljahres wieder durchgängig befahrbar sein wird.

Der Regenüberlauf in Großstädteln kostet die KWL rund 500 000 Euro. "Das muss für die nächste Generation halten. Qualität und Zuverlässigkeit sind bei Investitionen in die Infrastruktur das A und O", betont KWL-Sprecher Thomas Flinth.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2013

Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach elf Jahren und 36 Ausstellungen ist das Ende des Kunstraums am Zöbigker Hafen besiegelt. Biergartenbetreiber und Kunstkenner Peter Körtge hat zum Abschluss noch einmal eine junge Leipziger Künstlerin an den Cospudener See nach Markkleeberg gelockt: Rosa Maria Hille.

19.05.2015

Großpösna. Der Störmthaler See und dessen wassersportliche Möglichkeiten rücken beim diesjährigen Highfield-Festival verstärkt in den Vordergrund. Neben Konzerten, Camping und durchtanzten Nächten gibt es von Freitag bis Sonntag einige Varianten, die Tage auch sportlich zu erleben.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_26390]Zwenkau. Tausende Zwenkauer hat es am Wochenende ins Waldbad zum Laurentiusfest gezogen. Bei Sport, Spiel und Musik wurde bis weit nach Mitternacht gefeiert.

12.08.2013
Anzeige