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„Qualität wie in den großen Konzerthäusern“

Lindensaalkonzerte 2018 „Qualität wie in den großen Konzerthäusern“

Der Kartenvorverkauf für die Lindensaalkonzerte hat begonnen. Auch 2018 – im achten Jahr der Konzertreihe – können sich Freunde der Kammermusik wieder auf ein anspruchsvolles Programm mit vier Konzerten im Großen Lindensaal freuen.

Der Große Lindensaal ist bei Musikern und Publikum beliebt: hier das letzte Lindensaalkonzert im Dezember 2017 mit der weltbekannten Klarinettistin Sabine Meyer und dem Alliage Quintett.

Quelle: Gert Mothes

Markkleeberg. Der Kartenvorverkauf für die Lindensaalkonzerte hat begonnen. Auch 2018 – im achten Jahr der Konzertreihe – können sich Freunde der Kammermusik wieder auf ein anspruchsvolles Programm mit vier Konzerten im Großen Lindensaal freuen.

„Wir bieten eine abwechslungsreiche Mischung aus vokaler und instrumentaler Musik“, macht Veranstalter Christian Giger neugierig. Der 1. Solocellist des Gewandhausorchesters hat 2011 den Verein Internationale Kammermusik Leipzig ge- und die Konzertreihe begründet. „Die Größe und Schönheit des Lindensaals mit seiner Art Déco-Architektur, die bestechende Akustik und - nicht zu vergessen - der Bösendorfer-Flügel von 1904, ein Instrument mit Seltenheitswert, sind einfach der perfekte Rahmen“, schwärmt der gebürtige Schweizer noch immer.

Zum Auftakt am 18. März gastiert das preisgekrönte Vokalensemble „amarcord“ in Markkleeberg. Nicht zum ersten Mal. „Das Ensemble ist immer wieder gern gesehen. Super Qualität und sympathische Typen – das kommt an“, weiß Giger. „Amerika!“ heißt der Titel diesmal. Die „amarcord“-Sänger Wolfram Lattke, Robert Pohlers, Frank Ozimek, Daniel Knauft und Holger Krause bringen Lieder, Madrigale und Motetten von Samuel Barber, Aaron Copland, Hanns Eisler, Morton Feldman und Charles Ives mit. Zudem erklingen, wie der Titel verspricht, amerikanische Songs: Evergreens und unbekannte Melodien von Show- und Musikgrößen aus Jazz, Musical und R & B wie Cole Porter, Ray Charles, Rodgers and Hart und Tom Waits.

Das zweite Konzert „fiddling, fishing and fooling“ am 10. Juni gestalten traditionell Solisten des Leipziger Gewandhausorchesters. Auf der Bühne im Rathaus stehen der 1. Konzertmeister Sebastian Breuninger (Violine), Giger selbst, Yun-Jin Cho (Violine), Elizaveta Zolotova und Birgit Weise (Viola) sowie Yuka Kobayashi (Klavier). „Ich hoffe, die Besetzung spricht für sich“, sagt Giger. Ausgesucht haben sie „zwei grandiose Stücke“: das Streichquintett g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart und Edward Elgars Klavierquintett a-Moll op. 84. „Elgar hat wenig Kammermusikstücke geschrieben. Aber die Wenigen sind von ganz hervorragender Qualität“, betont Giger.

Am 16. September, wie alle Lindensaalkonzerte an einem Sonntag ab 17 Uhr, treten drei Künstler der Spitzenklasse auf. „Mit Martin Helmchen musiziert einer der besten deutschen Pianisten der jüngeren Generation. Er war schon mehrfach als Solist im Gewandhaus und hat das Publikum begeistert“, erzählt Giger. Helmchen wird mit seiner Ehefrau, der Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, Preisträgerin des prestigeträchtigen Pariser Rostropowitsch-Wettbewerbs, sowie der Geigerin Antje Weithaas spielen. Weithaas hat den Leipziger Bach-Wettbewerb gewonnen und ist Professorin an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Die drei Ausnahmekünstler interpretieren unter dem Titel „Unendliche Melodie“ Franz Schuberts Klaviertrios B-Dur op. 99 und Es-Dur op. 100.

Das letzte Konzert, ein „Festliches Adventskonzert“, gestaltet am 2. Dezember der Leipziger Oratorienchor, unterstützt von Gewandhaus-Musikern. „Wir werden am 1. Advent zusammen etwas schönes Weihnachtliches machen“, verspricht Giger. Aufgeführt würden Highlights des italienischen und deutschen Barocks, sowie aus dem England des 20. Jahrhunderts. Auf dem Programm stehen das „Concerto fatto per la notte di Natale“ von Arcangelo Corelli, „A Ceremony of Carols“ von Benjamin Britten, Kanon und Gigue von Johann Pachelbel, „A Christmas Greeting“ von Edward Elgar und das Magnifikat in B von Francesco Durante.

„Wir streben bestmögliche Qualität an, wie in den großen Konzerthäusern. Von der Quantität können wir uns natürlich nicht vergleichen“, sagt Giger. Die Tatsache, dass die Lindensaalkonzerte gut angenommen werden, die Hälfte der Besucher aus Leipzig, einige gar aus München kommen, zeige, dass man hier erstklassige Konzerte erleben kann.

Jetzt hofft Giger, dass der Kartenverkauf Fahrt aufnimmt. „Im vergangenen Jahr hatten wir 1000 Besucher in den vier Konzerten, 2016 sogar 1200“, sagt er. Dies entspräche bei 400 Plätzen einer Auslastung von 70 und 75 Prozent. „Das ist ordentlich. Zufrieden bin ich erst, wenn wir immer ausverkauft sind“, so Giger. Dies würde auch die Förderer der Konzertreihe, allen voran die Sparkasse und die Stadt Markkleeberg erfreuen.

Zum Erfolg soll die 2017 eingeführte Jahreskarte beitragen, bei der alle vier Konzerte zum Preis von drei zu hören sind. Besucher zahlen 54, ermäßigt 42 Euro. Sonst kosten Karten 18, ermäßigt 14 Euro, für Schüler und Studenten acht Euro. Erhältlich sind Abos und Einzeltickets in der Touristinfo Markkleeberg, Rathausstraße 22, Telefon 0341 33796718, in Leipzig in der Musikhandlung Oelsner, 0341 9605656, und in der Ticketgalerie, 0341 141414. Reservierungen sind auch per E-Mail an tickets@lindensaalkonzerte.de möglich. An der Tageskasse kosten die Karten später zwei Euro mehr.

www.lindensaalkonzerte.de

Von Ulrike Witt

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