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Markkleeberg Quartiersgarage lockt Einbrecher an
Region Markkleeberg Quartiersgarage lockt Einbrecher an
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07:00 21.09.2017
Die Quartiersgarage, hier die einzige Einfahrt in der Schulstraße, ist öffentlich. 40 Stellplätze gibt es hier, davon 20 für Kunden der Rathausstraße. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Die Quartiersgarage in Markkleeberg-Mitte steht in der Kritik. Nicht nur, dass sich immer wieder Einbrecher an den Fahrzeugen zu schaffen machen, auch Nässe, ungebetene Schlafgäste und Vandalismus sorgen bei den Mietern für Verdruss. Nun will die Stadt die Garage wenigstens trocken legen und kaputte Leuchten austauschen.

„Die Sicherheitsmaßnahmen müssen dringend erhöht werden“, ärgert sich die Besitzerin eines BMWs. Anfang September war der, gerade vier Tage alt, von Unbekannten ausgeräumt worden. Navi, Radio und Verblendungen fehlten nach dem nächtlichen Besuch. Und dies sei nicht der erste Fall. Einer Nachbarin sei acht Wochen zuvor ähnliches passiert, erzählt die Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte.

Sie fordert die Eigentümer der Quartiersgarage, die Stadt Markkleeberg und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft (WBG), auf, endlich aktiv zu werden. „Die Einbrüche sind das eine, aber die Tiefgarage steht auch ständig unter Wasser, am Tag spielen hier Kinder ohne Aufsicht, werden Motorräder umlackiert. Nachts halten sich Personen unerlaubt auf, schlafen teilweise zwischen den Autos“, beschreibt sie die Situation.

„Die Quartiersgarage ist öffentlich und muss rund um die Uhr zugänglich sein“, erklärt Jana Thomas, Bürgermeisterin und Geschäftsführerin der WBG. Eine Schranke an der einzigen Einfahrt in der Schulstraße käme daher nicht in Frage. Die zwei fußläufigen Zugänge von der Mittelpunktgasse und der Schulstraße müssten ebenso offen bleiben. Kameras, fürchtet sie, würden ganz schnell Vandalismus zum Opfer fallen. Die Idee, nachts einen Wachschutz zu engagieren, hält Thomas für abwegig: „Wer soll denn das bezahlen?“

Gebaut wurde die halbgeschossig abgesenkte Garage zwischen Schul- und Rathausstraße in den Jahren 2010/11. Finanziert wurden die Baukosten von insgesamt 900 000 Euro unter anderem mit Landesfördermitteln für die Stadtsanierung und aus dem damaligen, von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturpaket. Die 40 Stellplätze - 20 in den Seitenflügeln für Anwohner, 20 öffentliche für Kunden - sollten die angespannte Parkplatzsituation im Zentrum verbessern, sind mit Fördermitteln errichtet, mindestens 15 Jahre zweckgebunden. Zudem wurde auf dem Dach eine grüne Oase samt Spielfläche für die benachbarte Kita angelegt.

Letztere ist der Grund für die Nässe eine Etage darunter. „Die Kinder schmeißen von oben Steinchen ins Abwasserrohr. Die bleiben im Kanal liegen und verstopfen die Rohre“, erläutert Thomas. Das Problem sei inzwischen erkannt und behoben worden, die Garage damit erst mal trocken gelegt. „Jetzt müssen wir uns nur noch etwas einfallen lassen, damit die Kleinen nichts mehr reinwerfen können“, fügt sie schmunzelnd hinzu.

Auch in punkto Sicherheit wollen die Eigentümer was tun. „Unser Verwalter, die Markkleeberger Grundstücksverwaltungsgesellschaft, hat festgestellt, dass die Leuchten an einigen Punkten schon länger defekt waren. Der Auftrag wurde letzte Woche rausgegeben, so dass sie in den nächsten Tagen ausgetauscht werden und auch die Bewegungsmelder wieder funktionieren sollten“, sagt Thomas. Warum die Beleuchtung nicht regelmäßig kontrolliert wird, blieb offen.

Von Ulrike Witt

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