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Markkleeberg Quo vadis Markkleeberg? Auftakt zur Stadtleitbild-Diskussion
Region Markkleeberg Quo vadis Markkleeberg? Auftakt zur Stadtleitbild-Diskussion
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11:54 12.12.2016
Robert Wagner vom Stadtplanungsamt (3. von links) diskutiert bei den Plakatgesprächen mit Interessierten zum Thema Wohnen in Markkleeberg. Quelle: Ulrike Witt
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Markkleeberg

„Meine Stadt. Unsere Zukunft“ war die Auftaktveranstaltung für den Stadtdialog Markkleeberg 2030 am Donnerstagabend im Großen Lindensaal überschrieben. Ziel ist es, bis Ende 2017 ein neues Leitbild für die als Wohnstandort sehr beliebte und stetig wachsende Stadt zu erstellen. Das Problem: Verwaltungsmitarbeiter und Planer blieben weitgehend unter sich. Nur einzelne Vertreter von Vereinen, Touristikbetrieben und wenige Stadträte fanden den Weg ins Rathaus.

„Wenn wir unsere Stadt zukunftsfähig machen wollen, muss sich die breite Bürgerschaft beteiligen. Sonst schmoren wir im eigenen Saft“, appellierte denn auch Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Kritik der Bürger sei dabei ausdrücklich erwünscht, lud er zum Diskutieren über strategische Vorstellungen und Ideen für ein langfristig selbstständiges Markkleeberg ein.

Wie so oft hat sich die Stadt auch diesmal mit dem Planungsbüro „u/m/s-Stadtstrategien“ aus Leipzig externe Experten ins Boot geholt. Die Geschäftsführerin, Professor Silke Weidner, präsentierte die Terminkette: „Nach dem Auftakt wird es im Januar eine Postkartenaktion geben, mit der wir alle Haushalte erreichen. Am 17. März laden wir dann zur ersten Bürgerwerkstatt ein. Eine zweite sowie Stadtrundgänge werden folgen.“ Auf letztere setzt Rathauschef Schütze: „Die Rundgänge haben sich schon beim Wettbewerb ’Neue Mitte’ bewährt. So kommen wir am besten mit Bürgern ins Gespräch.“

Diskutiert werden soll nach einer Bestandsanalyse zu verschiedenen Themenkreisen – Wirtschaft und Tourismus, Mobilität und Zentren, Freiraum und Naherholung, Wohnen und Arbeit, Bildung und Vorsorge. Schnittstellen seien dabei die Flächenentwicklung, Energie und Umwelt, Bürgerengagement, offene Verwaltung und regionale Kooperationen, betonte Weidner. Dass die Vorstellungen von einem lebenswerten Markkleeberg sehr unterschiedlich, die Voraussetzungen aber sehr gut sind, wurde bei den Plakatgesprächen deutlich.

Das erste Fazit: Die Flächen in Markkleeberg sind knapp. Wohnen und Gewerbe konkurrieren mit der Folge, dass die Grundstückspreise explodieren. Gefordert wurden Wohnangebote für Senioren und große Familien in allen Stadtteilen, Einzelhandel im bislang mager bis gar nicht ausgestatteten Zöbiger und Gaschwitz. Als Problem wurden die Nutzungsüberfrachtung an den Seen und fehlende Parkmöglichkeiten in der Stadt herausgearbeitet.

Von Ulrike Witt

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