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Markkleeberg Rathaus Großpösna produziert seinen Strom selbst auf dem Dach
Region Markkleeberg Rathaus Großpösna produziert seinen Strom selbst auf dem Dach
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08:00 15.11.2016
Matthias Rensen kümmert sich als Koordinator in der Gemeinde Großpösna um alle Fragen rund ums Energiesparen. Die neue Photovoltaikanlage rechne sich bereits nach zehn Jahren, die Gemeinde nutze rund 60 Prozent für den eigenen Gebrauch. Quelle: Foto: André Kempner
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Grosspösna

Es rechnet sich: Am Großpösnaer Gemeindeamt ist in den letzten Tagen eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes entstanden – nur einer der Gründe, warum die kleine Gemeinde nach 2012 in diesem Jahr erneut den European Energy Award bekommen hat.

66 Standardmodule mit zusammen rund 115 Quadratmeter Kollektorfläche, auf Wunsch des Denkmalschutzes in schwarz gehalten, bedecken seit Freitagnachmittag den Anbau am Rittergut. Während unter dem Dach zum Beispiel der Bauhof sein Material lagert, soll künftig obenauf für Energie gesorgt werden. Rund 18 500 Kilowattstunden Strom soll die Anlage jährlich liefern. 11 000 davon will die Gemeinde für den eigenen Bedarf behalten, den Rest ins Netz einspeisen. Matthias Rensen, Chef des Energieteams von Großpösna, rechnet damit, über 20 Jahre rund 60 000 Stromkosten einzusparen und durch die Netzeinspeisung in den Jahren 17 000 Euro zu erhalten.

Rensen rechnet mit einer Ersparnis von 28 000 Euro über den Zeitraum. Die 35 000 Euro teure Anlage, die die Gemeinde aus eigener Tasche ohne Fördergeld finanziert, amortisiere sich so schon nach zehn Jahren. „Die Eigenkapitalrendite beträgt 7,42 Prozent“, erzählt er mit Bezug auf eine Berechnung von Mitnetz Strom.

40 Prozent ihres Energieverbrauches produziert die Gemeindeverwaltung künftig auf ihrem Dach selbst. Und doch sei die Anlage nur einer der Gründe, warum Großpösna erneut den European Energy Award (EEA) zugesprochen bekommen, habe, erzählt Rensen. Mitangerechnet werde etwa auch, dass die Gemeinde zusammen mit dem Pösna Park einige Ausstellungen zum Thema Energiesparen und energetische Gebäudesanierung durchgeführt hatte.

Mit dem EEA werden alle Energie- und Klimaschutzaktivitäten einer Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft. Ziel sei es, so die Sächsische Energieagentur Saena, Potenziale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

Zu den sechs Kriterien dafür zählen bereits Entwicklungsplanung und Raumordnung einer Gemeinde, aber auch die Bereiche Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation und natürlich der Betrieb der kommunalen Gebäude und Anlagen.

Vorige Woche erhielten in Sachsen sieben Städte, drei Kreise und Großpösna als einzige Gemeinde den EEA von Staatsminister Thomas Schmidt (Umwelt und Landwirtschaft). Großpösna zählte mit Niesky, Zittau und Görlitz zu den „alten Hasen“. Kleiner Nebeneffekt: Zwei neue Ortseingangsschilder mit dem EEA-Vermerk bekam Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch mit nach Hause. Die vom ersten Preis 2012 seien in Seifertshain und Dreiska-Muckern aufgestellt worden, so Rensen. Wohin die neuen kämen, sei noch nicht entschieden.

Von Jörg ter Vehn

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