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Markkleeberg Regionalplan beschäftigt Gemeinderat Großpösna
Region Markkleeberg Regionalplan beschäftigt Gemeinderat Großpösna
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10:22 06.04.2018
„Als Grundzentrum haben die Gemeinden viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten“, argumentiert die Großpösnaer Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) für eine Zustimmung zum Vorschlag des Regionalplan-Entwurfes. Quelle: Andre Kempner
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Großpösna

 Am Montag wird in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Großpösna unter anderem auch über einen „grundzentralen Verbund“ mit Naunhof beraten. Dieser Verbund ist Bestandteil des neuen Regionalplan-Entwurfes, (RPV) Westsachsen vorgestellt wurde und zu dem von den jeweiligen Gemeinden Stellungnahmen erbeten wurden. Wie die Stadträte am Montag abstimmen werden, ist natürlich noch offen. Seitens der Verwaltungsspitze wird aber eine engere Kooperation mit Naunhof ausdrücklich begrüßt, wie die LVZ auf Nachfrage erfuhr.

„Als Grundzentrum haben die Gemeinden viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten. Zum Beispiel bei der Entwicklung von Industrie- und landwirtschaftlichen Brachen in Störmthal“, argumentiert die Großpösnaer Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) für eine Zustimmung zum Vorschlag des RPV. Und Hauptamtsleiter Daniel Strobel ergänzt, dass der angestrebte Status „Grundzentrum“ die Gemeinden zudem stärker und unempfänglicher für eventuelle Eingemeindungsgelüste seitens der Messestadt mache. „Auch der Landkreis Leipzig plädiert gerade am Rande der Großstadt für leistungsstarke Kommunen. Das wäre mit so einer Gemeinschaft gegeben“, fährt Lantzsch fort. Laut RPV-Entwurf würde der grundzentrale Verbund mit Naunhof als herausragendes Merkmal die Sonderfunktion „Tourismus“ zugesprochen bekommen. Seenlandschaften haben beide Kommunen.

Der Naunhofer Stadtrat hat bereits über den Entwurf der Regionalplaner abgestimmt – und keine Stellungnahme beschlossen. Dabei wollte die Mehrheit des Stadtrates vor allem nicht der vom parteilosen Bürgermeister Volker Zocher vorbereiteten Stellungnahme folgen. Zocher hatte sich gegen einen Verbund mit Großpösna und für eine weitere Kooperation mit Brandis ausgesprochen. Dem folgte die Stadtratsmehrheit nicht, sodass es ohne die ablehnende Stellungnahme nun von dort freie Bahn für die Kooperation mit Großpösna gibt.

Wie es die Großpösnaer Abgeordneten sehen, wird sich am Montag zeigen. Die wegen des gleichfalls wichtigen Haushaltsbeschlusses einberufene Sondersitzung beginnt um 18.30 Uhr im Ratssaal im Gemeindeamt, Im Rittergut 1. Auch wird über eine neue Feuerwehrsatzung beraten, die einen Zusammenschluss der Freiwilligen Feuerwehren Güldengossa und Störmthal vorsieht.

Von Olaf Barth

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