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Reiselust in Schwarz-Weiß

Reiselust in Schwarz-Weiß

Wer den Namen Günter Rössler hört, der denkt unweigerlich an Aktfotografie. An junge, natürlich schöne Frauen, die keiner lasziven Pose und Verkleidung bedürfen, um den Betrachter im räumlichen Schattenspiel oder in freier Natur gedanklich zu verführen.

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Gespür für den richtigen Moment: Der Markkleeberger Fotograf Günter Rössler zeigt bis zum 10. Oktober auf Einladung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft seine „Balkanbilder“ im Westphalschen Haus.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Doch Rössler kann auch anders. Im Westphalschen Haus in Markkleeberg zeigt der 84-Jährige jetzt auf Einladung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft seine „Balkanbilder“. Momentaufnahmen, die zwischen 1960 und 1974 in Griechenland, Rumänien, Bulgarien und Albanien entstanden sind.

„Tolle Sache, dass ich damals überhaupt die Gelegenheit hatte, diese Länder zu bereisen“, meint Rössler. Nach seinem Fotografiestudium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst war er zu DDR-Zeiten im Auftrag verschiedener Redaktionen, darunter Das Magazin, Sybille und die Neue Berliner Illustrierte, für Reportagen unterwegs. Eine Schiffsreise ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben.

„1962 bin ich für die Freie Welt mit der Völkerfreundschaft durch das Mittelmeer nach Griechenland gefahren. Beim Anlegen im Hafen von Piräus haben uns junge Männer auf einem Pferdegespann herzlich begrüßt, dabei waren wir doch Fremde“, erzählt Rössler. Die Szenerie hat ihn tief berührt und zusammen mit vielen Eindrücken in Athen, Korinth und auf Samos seine Liebe zum Land der Hellenen begründet. „Seit Jahren fliege ich mit meiner Frau Kirsten und unserer Tochter mindestens einmal im Jahr nach Samos“, verrät Rössler. Und schmunzelt: Denn die siebenjährige Filia verdankt ihren griechischen Namen, der übersetzt Freundschaft bedeutet, eben jener lebenslangen Verbindung.

„Ein Unterschied zwischen dokumentarischer und künstlerisch-ästhetischer Fotografie existiert für ihn nicht. Für Günter Rössler steht immer die ungestellte Vermittlung von Ereignissen im Vordergrund.“ Diese Einschätzung stand 2006 im Katalog zur Ausstellung „Es geschieht in den Augen“, die anlässlich seines 80. Geburtstages im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig zu sehen war. Einer der begeisterten Besucher war der damalige griechische Generalkonsul Konstantinos Cakioussis. Ihn sprachen besonders einige Bilder aus seiner Heimat an. Cakioussis hatte schließlich die Idee, die „Balkanbilder“ in einer separaten Exposition zu präsentieren. Vier Monate vor Rösslers 85. Geburtstag hat sich sein Wunsch erfüllt, auch wenn der Generalkonsul längst in China tätig ist.

Zur Vernissage, die heute um 19 Uhr in der Dölitzer Straße 12 beginnt, werden zahlreiche Gäste erwartet: Freunde und etliche seiner „Mädchen“. Für Kenner gibt es zudem eine Überraschung: 30 druckfrische Aktkalender 2011 können erworben werden. Wer die „Balkanbilder“ mit nach Hause nehmen möchte, wird ab sofort im Buchhandel fündig. Der Eudora-Verlag hat Rösslers stimmungsvolle Landschaften und Porträts in ein Buch gepackt.

Ulrike Witt

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