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Restloch 13 in Zwenkau ist bald Geschichte

Restloch 13 in Zwenkau ist bald Geschichte

Nicht aus jedem still gelegten Tagebau im Südraum Leipzig wird ein Badesee. Beleg ist das Restloch 13 südlich der B 2 bei Zwenkau. Das einst 800 Meter lange und etwa 200 Meter breite Areal hielt die Fachleute der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) in den vergangenen Jahren mit Böschungsabbrüchen und Rutschungen immer wieder in Atem.

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Mühevolle Sanierungsarbeit: Im Restloch 13 nahe der B2 in Zwenkau wurde der teerhaltige Schlick erst verfestigt, um dann abtransportiert werden zu können. Derzeit laufen die Abdeckarbeiten. Nächstes Jahr soll die Sanierung beendet sein.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. 2013 soll die Sanierung nun endlich abgeschlossen werden.

„Entstanden ist das Restloch Absetzer 13 – so lautet die korrekte Bezeichnung – mit dem Aufschluss und Betrieb des Tagebaus Böhlen“, klärt LMBV-Projektmanager Joachim Oleownik auf. In den Fünfzigerjahren sei es als möglicher Zugang zum Reservefeld Pulgar einfach offen gelassen worden. Später entledigte sich das Petrochemische Kombinat Böhlen auch noch seiner Teerablagerungen auf der wassergefüllten Sohle. Für die Tagebausanierer der LMBV ein schwieriger Aufgabenkomplex. Es mussten nicht nur die instabilen Böschungen gesichert, sondern auch noch Gefahren für die Umwelt aufgrund der Altlasten gebannt werden.

„Basis für die Sanierung ist der Abschlussbetriebsplan für den Braunkohlentagebau Zwenkau“, sagt Oleownik. An der besonders rutschungsgefährdeten Nordböschung wurde bereits ab 2005 gearbeitet. Im März 2008 startete die eigentliche Sanierung des Restlochs 13. Mit unter hohem Druck stehenden Wasser sollte die östliche Kippenböschung sukzessive abgetragen werden und der Teer darunter verschwinden. Ein gutes Jahr drauf kam es zu einem so genannten Grundbruch. Der bedeutete das vorzeitige Aus für den Spülbetrieb.

Inzwischen ist das Restloch auf etwa 2500 Quadratmeter geschrumpft. Dank einer neuen Technologie. „Wir verfestigen den Schlick jetzt mit einem Viertel Bindemittel, so dass er entnommen und abgedeckt werden kann“, berichtet Oleownik. Nach dem gleichen Prinzip werde auch der noch offene Bereich des Restlochs stabilisiert. Erst dann könne der Aufbau der oberen Schichten beginnen. „Um die Tragfähigkeit des Untergrundes zu erhöhen, wird als erste Lage ein Geogitter verlegt. Darüber kommen zwei Lagen Betonitbahnen und darauf wiederum eine zwei Meter starke Deckschicht aus Kippenmischboden“, erläutert der Projektmanager.

Eigentlich sollte die Abdeckung bis zum Jahresende fertig sein. Diesmal machte der LMBV das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Erst Dauerregen, der die Erdbaufirmen sogar zeitweise zum Pausieren zwang, dann Schnee und Frost. Nächstes Jahr sollen die Böschungen und das Umfeld noch gestaltet werden. Ist das geschafft, zieht Ruhe ein am ehemaligen Restloch 13 und die Natur – inklusive des Grundwassers – kann sich das Terrain nach beinah 90 Jahren wieder erobern.

Ulrike Witt

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