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Markkleeberg Richtfest: Neues Zentrum für Waldpädagogik
Region Markkleeberg Richtfest: Neues Zentrum für Waldpädagogik
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11:19 27.05.2016
Symbolisch: Bernd Härtel, Gabriela Lantzsch, Andreas Padberg, Henry Graichen und Katharina Landgraf (v.l.). Quelle: Gislinde Redepenning
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Grosspösna

Der Botanische Garten in Großpösna wird im nächsten Jahr um eine Attraktion reicher: Das „OberHolzHaus“ lädt dann als Tageseinrichtung und Zentrum für Waldpädagogik zu Führungen, Exkursionen, Ausstellungen, Lesungen oder Tagungen ein. Gestern wurde Richtfest gefeiert.

Den Richtspruch verlas schwungvoll und heiter Bernd Härtel, Leiter des Staatsforstbetriebes aus Plauen. Forstwirt Michael Borynsky vertrat den Hausherrn Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirks Leipzig, beim traditionellen Einschlagen des letzten Nagels. Die Plauener verfügen über das Know-how für den Blockhausbau, bei ihnen wartete das „OberHolzHaus“ seit zwei Jahren auf die Verschickung.

„Wir wollten keine kostenintensive Einrichtung schaffen, die uns womöglich irgendwann einmal über den Kopf wächst“, erklärte Padberg. Die Suche nach dem richtigen Standort währte lange, dass man sich für das Oberholz entschieden habe, liege an den netten Menschen hier, sagte Padberg mit einem Augenzwinkern. Weitere Vorteile: die guten Nahverkehrsanbindungen an Leipzig und in den Südraum, zahlreiche Partner, wie der Freundeskreis Botanischer Garten oder das Team um die Botaniker der Universität Leipzig.

Als man Strategie und Kooperationspartner gefunden hatte, die schwierige Zeit bis zum Abschluss des unbefristeten Pachtvertrags zwischen Großpösna und Leipzig 2012 überstanden war, gingen noch vier Jahre ins Land. „Das Richtfest ist ein Meilenstein“, freute sich Padberg. Seinen besonderen Dank richtete er an die im Ringen um den Erhalt des Botanischen Gartens immer engagierten Gemeinderäte. Deren Wirken lobte auch die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU).

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) verwies auf drei Aspekte: Großpösna und Wald gehörten schon immer zusammen. „Hätten alle Gemeinden in Sachsen so viel aufgeforstet wie wir, wäre man mit dem Wald in Sachsen längst fertig“, meinte sie mit Blick auf die Richtlinie zur Waldmehrung. „Der Erhalt des Botanischen Gartens lag uns immer am Herzen“, betonte sie. „Ebenso die Bildung unserer Kinder.“ Sie freue sich auf die Synergien, dem Nachwuchs Bodenständiges und ein ausgeprägtes Gefühl für die Natur zu vermitteln, eine Kombination aus Wissens- und Gesundheitspfeiler.

So lange die Vorarbeiten dauerten, so schnell ging der Aufbau vonstatten. „Vor drei Wochen war nur das Fundament zu sehen, ich dachte an einen Irrtum, als ich zum Richtfest eingeladen wurde“, scherzte Landrat Henry Graichen (CDU), der die Wahl des Standortes im Landkreis begrüßte.

„Es hat knapp zwei Tage gedauert, bis das in Plauen vormontierte Haus abgebaut und hier aufgebaut war“, erzählte Architekt Matthias Potel. Rund 60 mächtige Fichtenstämme mit einem Durchmesser bis zu 40 Zentimeter wurden ins Oberholz geliefert. Potel musste kurzfristig einen Kran besorgen. „Allein die Firstpfette wiegt mehr als eine Tonne“, staunte der Fachmann. Die Handwerkskunst der Konstruktion sei beeindruckend. Bis zum Sommer 2017 entsteht noch ein mit Glas überdachter Terrassenbereich. Der benachbarte Funktionsbau, ein barrierefreier Massivbau mit Holzverkleidung, bekommt eine Küche mit Fenster zur Essensausgabe, sanitäre Einrichtungen, einen Ausstellungsraum sowie einen Spitzboden.

Von Gislinde Redepenning

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