Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg "Riesenbaby" nicht zu hören und nicht zu riechen
Region Markkleeberg "Riesenbaby" nicht zu hören und nicht zu riechen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:13 19.05.2015

Umso bewegender fielen die Worte drumherum für den Reeder und sein Team aus.

Dem verschlug es erstmal selbst die Sprache. Sichtlich bewegt dankte Meyer seinen Weggefährten, seinem Team und seiner Familie und erinnerte an die abenteuerliche Geschichte, wie das rund 150 Tonnen schwere und knapp 42 Meter lange Schiff von der Lux-Werft bei Bonn über 852 Fluss- und rund 150 Straßenkilometer im Frühjahr nach Markkleeberg kam (die LVZ berichtete). Genau zwei Jahre und ein Tag lägen zwischen den Taufen der beiden Schiffe, so Meyer. Das hohe Tempo beim Aufbau der Personenschifffahrt im Leipziger Neuseenland könne so aber nicht fortgesetzt werden. Wann ein weiteres Schiff etwa für den Störmthaler See kommt, wollte Meyer nicht verraten. "Der Störmthaler See braucht noch etwas Zeit, sich zu entwickeln", sagte er nur.

Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze fand den Bogen zu den Ereignissen vom 9. Oktober 1989. Ohne die hätte es auch dieses Ereignis nie gegeben, mahnte Schütze. Er erinnerte daran, dass der Familienzuwachs für die Flotte wie alle"Riesenbabys" anfangs auch mit großer Skepsis beäugt worden sei. Aber es fühle sich wohl auf dem See, "von ihm ist nichts zu hören und nichts zu riechen", sagte Schütze augenzwinkernd. Der "schwimmende Veranstaltungssaal" setze stattdessen neue Maßstäbe in Sachen Qualität und das sei ein persönlicher Verdienst von Herrn Meyer. "Wir sind froh, Sie gefunden zu haben", rief Schütze dem Reeder zu.

Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch erinnerte daran, dass die beiden Kommunen die Schifffahrt auf ihren beiden Sen gemeinsam ausgeschrieben hatten. Sie würde sich freuen, wenn schon bald eine zweite Fähre den Weg durch die Schleuse zum Nachbarsee finde, plane mit Meyer ja auch eine Bootswerft mit Helling auf der Magdeborner Halbinsel. "Und wenn Sie, liebe Markkleeberger, des großen Schiffes einmal überdrüssig werden - wir haben einen größeren See und nehmen es gerne", rief die Bürgermeisterin der Runde zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.10.2014
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Anwohner der Freiburger Allee in Markkleeberg staunten nicht schlecht, als ausgewachsene Platanen gestern vor ihren Fenstern vorbeifuhren. Sozusagen huckepack hatte ein Spezialfahrzeug die mittlerweile fast laubfreien Bäume genommen und an einen anderen Standort gesetzt.

19.05.2015

Großpösna. Tyrannosaurus Rex, Stegosaurus, "Langhals" Diplodocus und ihre Artgenossen bescheren derzeit dem Bergbau-Technik-Park ein enormes Besucherplus. In knapp zehn Tagen kamen rund 5000 Besucher, um die lebensgroßen Dinos neben den noch größeren stählernen Riesen der Bergbaugeschichte zu sehen.

18.10.2016

Eine Fahrradstation in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof, eine verkehrsberuhigte Zone in der gesamten Rathausstraße, viel Grün zwischen Rathaus und Ring sowie Ruheinseln gegenüber der Rathausgalerie: das waren nur einige Wünsche und Ideen, die von etwa 60 Markkleebergern am Montagabend geäußert wurden.

19.05.2015
Anzeige