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Markkleeberg Rollen lassen, Gang raus, Motor aus
Region Markkleeberg Rollen lassen, Gang raus, Motor aus
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17:48 14.12.2011
Er fährt, sie sagt wie man spart: Annett Engelke schult Bauhof-Mitarbeiter Michael Lehmann in verbrauchsarmer Fahrweise. Quelle: André Kempner
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Das ist gut für die Finanzen und für die Umwelt. Deshalb führt die Gemeinde die Aktion im Rahmen des European Energy Award durch.

400 Meter vor der Kreuzung und der grünen Ampel vom Gas zu gehen und auf die Eigenbewegung des Wagens zu bauen, koste schon ein bisschen Überwindung, sind sich die zertifizierte Sprit-spartrainerin und Lehmann einig. „Das größte Problem ist nicht, dass die Autofahrer nicht wissen, wie man sparsam fährt, sondern alte Gewohnheiten“, hat Engelke beobachtet. Die Mitarbeiter kennen die Spritspartechniken: Fahrgemeinschaften bilden, im möglichst hohen Gang fahren, unnötige Verbraucher abschalten. „Was natürlich nicht heißt, dass man im Sommer mit rotem Kopf aber ohne Klimaanlage im Auto sitzen sollte“, sagt sie.

Auch über die in vielen neuen Wagen vorhandene Technik der Schubabschaltung diskutiert Engelke mit den Männern. Eigentlich eine tolle Technik, die automatisch dafür sorgt, dass beim Bremsen kein Gas mehr an den Motor geliefert wird. Problem: „Meiner Erfahrung nach ist es schwierig, herauszufinden, ob das eigene Auto damit ausgestattet ist. Selbst auf Messen oder in der Werkstatt wissen das die Experten nicht immer“, so Engelke. Deshalb empfiehlt sie in jedem Fall vom Gas zu gehen und den Gang rauszunehmen, da der Wagen so leichter rollt. Das setze natürlich vorausschauendes Fahren und große Abstände voraus.

Ohnehin ähneln sich Spar- und Sicherheitstipps. Und auch sonst plädiert die Trainerin für einen entspannten Fahrstil. Man solle versuchen, so viel wie möglich umzusetzen. „Das erfordert anfangs viel Konzentration. Aber langfristig entspannt es ungemein und lohnt sich – je nach Wagentyp und persönlicher Fahrweise.“

Doch nicht alle Hinweise sind mit jedem Gefährt umsetzbar. „Der Bauhof-Caddy rollt einfach nicht so schön“, haben sie und die Männer bereits festgestellt. Und Unimog, Multicar und Traktor fahren sich auch anders als normale Wagen.

„Ich will die Hinweise auch in meinem Privatauto anwenden“, sagt Andreas Knötzsch, der sich gern etwas von der jungen Lehrerin sagen lässt. „Vieles wusste man vorher ja schon, aber das gemeinsame Ausprobieren und Bewusstmachen ist doch gut.“ Und für ihn gibt es ein Lob: „Sie sind so ein entspannter Fahrer.“

Übrigens: Das Abschalten des Motors lohnt schon bei 20 Sekunden Wartezeit. „Selbst Fahrlehrer sind erstaunt, wie lang die meisten Ampelphasen sind, wenn ich sie trainiere und wir an den roten Lichtzeichen die Zeit stoppen“, sagt Engelke.

Zum Schluss der Fahrt will Lehmann der Markkleebergerin noch die Vineta zeigen, vom Auto aus, wegen des kalten Windes: Am Aussichtspunkt Störmthal bleibt er stehen, erklärt und macht nach einigen Sekunden schnell den Motor aus. Schon etwas gelernt.

Kerstin Leppich

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