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Markkleeberg Rote Pferde und grüne Hunde auf Reisen
Region Markkleeberg Rote Pferde und grüne Hunde auf Reisen
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17:16 11.07.2011
Anna Schewtschenko (links) und Sybille Block suchen derzeit einen Verlag für ihr Buch „Liro und der grünweißgestreifte Hund“. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Sybille Block war auch immer ein bisschen anders: Sie hatte rote Haare und war damit als Kind Außenseiterin. In ihrem Kinderbuch „Liro und der grünweißgestreifte Hund“ hat die Erzieherin der Kindertagesstätte Purzelbaum genau das zum Thema gemacht. Noch ist das Buch eine lose Zusammenstellung von Text und Illustrationen, bald erscheint es aber gebunden.

Im Neubuntland darf jeder so sein, wie er möchte. Niemand wird ausgeschlossen, niemand gezwungen, „normal“ zu werden. „Denn eigentlich ist es doch vollkommen normal, wenn jeder unterschiedlich ist“, sagt Block. Als Erzieherin schlägt sie mit dem Buch quasi zwei Fliegen: Zum einen wollte sie schon immer mal ein Buch schreiben, zum anderen wirbt sie gerade bei den Jüngsten um Toleranz und Verständnis. Mit den liebevoll gezeichneten Figuren gelingt das spielend: Das lila-rote Pferd Liro und der grünweiß gestreifte Hund wissen, wie es sich anfühlt, immer und überall ausgegrenzt zu werden, nur weil man nicht so ist wie andere. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise, die sie ins Neubuntland führt. „Und hier ist ein friedliches Zusammenleben Wirklichkeit“, sagt Block. Genau das solle den Kindern vermittelt werden. Natürlich bliebe Streit nicht aus, dennoch werde jeder so akzeptiert, wie er ist.

Mit ihrem Buch nimmt Block auch an der diesjährigen Lesestaffel teil, einer Aktion des „Deutschen Vorlesepreises 2011“. Thema der Lesestaffel: „102 Tiere, die es nicht gibt, an 102 Orten, von denen wir träumen“. Kürzlich hat sie den Kindern der Kita Purzelbaum das Buch zum ersten Mal vorgelesen. Dass die Geschichte so gut zu dem Motto passt, war Zufall, denn die Idee dazu hatte Block bereits vor vier Jahren. Nur die Illustrationen fehlten. Die lieferte die Leipzigerin Anna Schewtschenko, die schon häufiger Bilder für den Kindergarten gemalt hatte und erstmals ein Buch illustrierte. Als Ort für das Vorlesen hatten sich die beiden eine alte Eiche im Agrapark ausgesucht. „Das ist ein Ort zum Träumen und außerdem auch noch das Tor zum Neubuntland“, begründet Block.

Bald werden sich auch andere Kinder das Buch vorlesen lassen können oder es sich selbst anschauen, denn derzeit suchen Block und Schewtschenko einen Verlag, der ihr gemeinsames Werk herausbringt. Wenn alles so klappt, wie es sich die beiden vorstellen, könnte die Geschichte für Kinder ab fünf Jahren spätestens im Herbst als Buch vorliegen.

Julia Tonne

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