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Roter Honda Jazz gesucht

Roter Honda Jazz gesucht

Großpösna. An ihr Haus gefangen fühlt sich Christiane Drehmel seit einer Woche. Dabei ist die 57-Jährige aus dem Großpösnaer Ortsteil Seifertshain eigentlich ein engagierter und agiler Mensch.

Und das, obwohl ihr seit 35  Jahren der rechte Unterschenkel fehlt. Doch am vergangenen Donnerstag wurde ihr mitten im Dorf das Auto gestohlen.

Zwischen 14 und 14.45 Uhr hatte sie den roten Honda Jazz vor dem Gemeindehaus in der Pfarrgasse geparkt, da sie dort die Renovierungsarbeiten betreuen wollte. Als sie zurückkam, war ihr Auto verschwunden. Besonders bitter: Da Drehmel den Wagen nicht abgeschlossen hatte, bekommt sie von der Versicherung auch keinen Cent ersetzt. „Hier im Dorf machen das die meisten so. Man vertraut sich. Im Normalfall passiert ja auch nichts. Aber dennoch ärgere ich mich sehr über meine Nachlässigkeit“, sagt Drehmel. Mit 21 000 Euro wird der Schaden angegeben, der persönliche Wert liegt für die Seifertshainerin jedoch viel höher. „Ich kann seit dem nur noch ganz kurze Strecken im Dorf mit dem Rad zurücklegen, für jede größere Aktivität muss ich um Hilfe bitten“, sagt Drehmel.

Auch ein Leihwagen ist für die körperlich eingeschränkte Frau keine Alternative. Denn sie braucht einen Automatikwagen, zusätzlich ist in ihrem erst vier Jahre alten Kleinwagen das Gaspedal auf die linke Seite verlegt worden. Daher glaubt sie auch nicht, dass der Dieb viel mit dem Auto anfangen kann. „Es wundert mich ohnehin, dass er damit einfach so losfahren konnte.“

Einen Verdächtigen gibt es: Ein junger, großer Mann, der zunächst mit dem Rad unterwegs war, soll im Dorf eine Frau bestohlen haben. Drehmel geht von einem Gelegenheitsverbrechen aus, denn das Rad wurde später von der Polizei gefunden. Die Seifertshainerin glaubt, dass der Dieb den Wagen nicht mehr braucht, wenn der Tank erst einmal leergefahren ist, und ihn vielleicht irgendwo in der Region abstellt.

Das Auto mit dem amtlichen Kennzeichen L-ZD 2105 ist relativ auffällig: Auf der Heckklappe prangt ein großer gelber Aufkleber mit dem Schriftzug „Enkeltaxi“, daneben klebt ein kleiner bunter Christenfisch. Im Fond befindet sich zudem ein blauer Kindersitz. Deswegen hofft Drehmel auch, dass Passanten ihr Gefährt wiedererkennen und sich bei ihr unter Telefon 034297 40527 oder bei der Polizei melden, damit sie so bald wie möglich ihre Mobilität wieder erlangt.

Kerstin Leppich

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