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Markkleeberg Rüssener fürchten um Ruhe im Dorf
Region Markkleeberg Rüssener fürchten um Ruhe im Dorf
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08:00 21.03.2018
Rund ums Backhaus Hennig soll bald kräftig gebaut werden. Quelle: Foto: André Kempner
Zwenkau

Der Andrang war am Montag in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr in Rüssen-Kleinstorkwitz zur Bürgerversammlung groß, denn die geplante Erweiterung des Backhauses Hennig erhitzt die Gemüter der Nachbarn (die LVZ berichtete).

Schon jetzt herrscht an allen Wochenenden reger Betrieb, der Rückstaus auf der Bundesstraße verursacht. Dass die Zufahrt zum Parkplatz über eine weiter nördlich geplante Einfahrt mit einer zusätzlichen Linksabbiegerspur Entspannung bringt, wurde von den Rüssenern aufgrund der zu erwarteten Besuchermengen bezweifelt.

Bei Events im Backhaus sei die gesamte Ortslage zugeparkt, so die Stimmen aus dem Publikum. Das werde künftig noch viel schlimmer. Wenn Senioren auf Kaffeefahrt busseweise anreisten oder Schulklassen übers Gelände der neuen Erlebnisbäckerei tobten, die mit Kaffee-Rösterei, Destillerie, Schokoladen-Manufaktur und Holzbackofenstube in Verbindung mit Spiel- und Freizeitangeboten aufgewertet werden soll, könne man sich nicht mehr ungestört im Garten oder auf der Terrasse aufhalten, argwöhnten viele.

„Wir müssen die Interessen der Anwohner als auch die des Investor betrachten“, erklärte Manfred Weiße, der das Schallschutzgutachten ausführlich erklärte. Die Schallausbreitung Richtung Ortslage werde sich klar innerhalb der gesetzlichen Richtlinien bewegen. Das Geruchsgutachten von Frank Naumann sollte die Rüssener besänftigen. Die Anlagen seien so klein, dass sie alle Richtwerte einhielten. „Später werden sie Mühe haben, die Rösterei überhaupt zu riechen“, versprach der Projektingenieur.

Die Betroffenen tröstete das nicht. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und wünschen sich im Sinne einer guten Nachbarschaft mehr Entgegenkommen von den Planern und den Backhaus-Geschäftsführern Jens und Martin Hennig, auch wenn die Gesetze das nicht explizit verlangen.

Der Planentwurf zur vierten Änderung des Flächennutzungsplanes, die für den Bebauungsplan „Sondergebiet Tourismus und Gewerbe“ nötig ist, liegt einschließlich Umweltbericht, Schallschutz- und Geruchsgutachten noch bis zum Freitag im Rathaus Zwenkau öffentlich aus.

Von Gislinde Redepenning

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