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Markkleeberg Rundgang durch den Tagebau
Region Markkleeberg Rundgang durch den Tagebau
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08:33 18.10.2016
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. Gestern wurde der erste Bauabschnitt an der A 38 vom Bauträger, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, abgenommen. Mängel gab es kaum, so dass das Areal im Juli für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann.

Es ist nur in gewisser Weise ein Tagebau im Miniaturformat: Die Fläche, die der Bergbau-Technik-Park einnimmt, ist lediglich ein Bruchteil dessen, was der ursprüngliche Tagebau in Anspruch genommen hat. Doch bei der Gestaltung kann von Miniatur kein Rede sein. Die Schaufelradbagger sind Originale, ebenso die Schaufeln, und auch die Transportbänder beeindrucken mit einer imposanten Größe.

So, wie es sich der Verein vorgestellt hat, ist rund um die monströsen Bagger eine Landschaft entstanden, auf der die Förderung der Braunkohle nachvollzogen werden kann. Der Rundgang beginnt mit einer Siedlungen, die dem Tagebau zum Opfer fällt, weil unter ihr Kohlereserven schlummern. Angedeutet ist das im Park durch Häuser, die aus Stangen gebaut wurden. Wie die oberirdische Entwässerung funktionierte, zeigen zum Teil original erhaltene Rohre. Auf dem Weg können die Besucher den Schaufelradbagger in seinen ganzen Dimensionen sehen. „Er hat den Weg sozusagen erst freigemacht für den Abbau der Kohle“, erklärt Michél Kothe, Projektleiter des Vereins. Gestern übernahm er die Präsentation der einzelnenen Bausteine auf dem Areal. Zukünftig werden das 22 auch kindgerechte Informationstafeln leisten, die in den kommenden Wochen noch installiert werden.

250 Tonnen Braunkohle wurden von der Baufirma Finsterwalder Bau-Union (FBU) hierher gebracht. Sie deuten die unglaublichen Vorkommen des Brennstoffs an. Auch der Transport des Abraums wird genau dargestellt. Ebenso wie ein rückbares Gleis, das später von Besuchern durchaus ausprobiert werden soll. „Die Gleise wurden ja mit dem Voranschreiten immer wieder verlegt“, sagt Kothe. Davon, wie viel Kraft das gekostet hat, können sich die Technik-Interessierten dann überzeugen. Zudem ist auf dem Gelände ein unterirdischer Stollen aus Beton entstanden, der in nächster Zeit noch mit Holz verkleidet wird, „damit es echt aussieht“. In dem Stollen sollen dann Feiern möglich sein, dazu gibt es eine Ausstellung über die Geologie und die Bergbau-Rettung.

Ehemalige Transportbänder hat der Verein zu einem Labyrinth verarbeiten lassen. In der Mitte soll eine Glocke an die verschwundenen Ortschaften erinnern. Die FBU hat die Pläne des Vereins zehn Monate lang in die Tat umgesetzt. Für Bauleiter Andreas Ullrich war der Park eine Herausforderung. „Es hat im Herbst wochenlang geregnet, und bei dem schlechten Boden reichten manchmal die Gummistiefel nicht mehr aus“, erzählt er.

1,2 Millionen Euro sind in den ersten Bauabschnitt geflossen. Wenn es nach dem Vorsitzenden des Vereins, Gerald Riedel, geht, soll sich in Zukunft der Park selber tragen. „Doch bis dahin bleibt noch viel zu tun“, sagt er. Unter anderem würden in den nächsten Monaten die Tafeln aufgebaut und Baggerschaufeln mit Holzbrettern versehen, die dann als Sitzgelegenheiten dienen sollen. Auch die Instandsetzung der Fahrzeuge werde in Angriff genommen, bis hin zur Begehbarmachung des Schaufelradbaggers. Doch das, glaubt Riedel, passiere wohl nicht in diesem oder im nächsten Jahr.

Julia Tonne

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