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Markkleeberg S-46-Brücke und Verbindungsgraben freigegeben
Region Markkleeberg S-46-Brücke und Verbindungsgraben freigegeben
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14:07 14.10.2009
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Markkleeberg

Vorfreude wärmt. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Paddler vom Kanu- und Freizeitzentrum Leipzig-Südwest bei einstelligen Temperaturen tapfer strahlend in ihren Booten ausharrten. Sie sind allerdings auch die ersten, die nach dem symbolischen Akt die 60 Meter lange und dreieinhalb Meter breite Passage auf dem Weg zum Connewitzer Wehr passieren konnten.

Unter anderem vorbei an Landesdirektionspräsident Walter Christian Steinbach, Landrat Gerhard Gey (beide CDU), Inge Kunath, Leiterin des Leipziger Amtes für Stadtgrün und Gewässer, Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD), Dirk Henssen, stellvertretender Sanierungsbereichsleiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland (TVLNL), die unter dem Brückenbogen begeistert Spalier standen. Schließlich verbindet sie eine Vision – der touristische Gewässerverbund. Im Frühjahr 2010 soll die mit der Fertigstellung der Schleuse am Connewitzer Wehr endlich Realität werden.

„Es ist ein kleines Bauwerk mit einer wirklichen großen Bedeutung“, betonte denn auch Steinbach. Er bedankte sich sich bei der LMBV, bei Planern und Bauausführenden. Aber auch bei den Wassersportlern für ihre Geduld. „Seit der Eröffnung der Schleuse am Cospudener See im Jahr 2007 mussten Sie Ihre Kanus abenteuerlich und mitunter gefahrvoll über die S 46 tragen“, sagte Steinbach. Zudem erinnerte er an das „relativ komplizierte Planungsverfahren“ für die zirka 600 000 Euro teure Baumaßnahme, bei dem von ungeklärten Eigentumsverhältnissen bis hin zu einer Telefonleitung manches Problem aus dem (Wasser-)Weg geräumt werden musste. Finanziert wurde das Projekt mit Paragraf-2-Mitteln aus dem vierten Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern, so Sanierer Henssen.

Die Basis hatte, wie Amtsleiterin Kunath erläuterte, eine Studie des Grünen Ringes gelegt, die bereits 1998 die inzwischen fast komplette Route 1 des Gewässerverbundes favorisiert hatte. „Die touristische Nutzung ist aber nur ein Bestandteil, der andere, ebenso wichtige die Wiederherstellung des natürlichen Gewässersystems von Weißer Elster und Pleiße, das durch den Bergbau zerstört wurde“, so Kunath. Landrat Gey hob die „mentale Bedeutung“ der Brücke hervor: „Sie steht für das Zusammenrücken von Stadt und Land.“ Um dies praktisch zu testen, möchte er demnächst unbedingt mit dem Chef der Landesdirektion nach dem Motto zwei Mann in einem Boot aufs Wasser gehen. Ein Termin wurde noch nicht benannt. „Ich hoffe, dass wir uns im Mai 2010 zur nächsten Eröffnung wiedersehen“, meinte Steinbach indes mit Blick auf die noch im Bau befindliche Connewitzer Schleuse.

Ulrike Witt

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