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Markkleeberg SPD Markkleeberg sammelt Unterschriften für Gemeinschaftsschule
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16:01 26.11.2018
Galeriegespräch der Markkleeberger SPD mit Bürgern vor der Rathaus-Galerie (v.l): Alfred und Ute Reinsdorf, Torsten Graupner (SPD), Rolf Müller (SPD), Frank Berthmann und Sebastian Bothe (SPD). Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Gemeinsam für das Markkleeberg von morgen: Unter dem Motto „Ihre Ideen für unsere Stadt Markkleeberg“ hatten SPD-Ortsverein und SPD-Stadtratsfraktion am Wochenende zum zweiten Galeriegespräch geladen. Direkt vor der Rathausgalerie, im Herzen Markkleebergs, kam der Parteivorstand mit den Bürgern ins Gespräch.

Unterschriften für längeres gemeinsames Lernen gesammelt

Allzu lange müssen Sebastian Bothe (Vorstandsvorsitzender), Torsten Graupner und Rolf Müller nicht auf Gesprächspartner warten. Einer der Gründe ist die Unterschriftenaktion, die die drei auf ihrem Infostand ausgelegt haben: „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam Lernen“. Ziel des sachsenweiten Bündnisses sei es, den Kindern ein gemeinsames Lernen auch nach der vierten Klasse zu ermöglichen. Matthias Schulze (39) gehört zu den ersten, die sich in die Liste eintragen. „Ich habe nichts gegen leistungsgerechte Förderung; doch eine Trennung nach der vierten Klasse ist zu zeitig“, findet der Vater dreier Kinder (11; 7; 1,5). „Darüber hinaus könnte eine Gemeinschaftsschule auch die Perspektiven im ländlichen Raum verbessern und den jeweiligen Standort stärken“, argumentiert Sebastian Bothe über den städtischen Tellerrand hinaus.

Gaschwitzerin sorgt sich um Sicherheit

Große, herabfallende Äste und die fehlende Sicherheit an der Gaschwitzer Bus-Haltestelle am Park ärgern Helga Schöniger seit langem. Mit ihrem Anliegen hat sich die sehbehinderte ältere Dame im Februar an das Markkleeberger Rathaus gewandt. Akut gebe es keine Gefahr; darüber hinaus sei die Baumpflege neu ausgeschrieben worden, sei ihr mitgeteilt worden. „Doch Reinigungsdienste, die kürzlich Herbstlaub entsorgten, meinten, viele Äste seien brüchig“, so die Gaschwitzerin. „Wir werden die Situation am Fußweg in der Ratsfraktion vortragen“, versprechen die SPD-Mitglieder.

Bürger bemängelt fehlende Barrierefreiheit

Mit seinem Rollator kommt Alfred Reindorf vor die Rathausgalerie. „Einige Haltestellen von Bus- und Straßenbahn sind nicht barrierefrei“, ärgert sich der 85-Jährige. „Das muss sich ändern.“ Mehrere Anliegen beschäftigen Frank Berthmann. „Erstens: Die eingestellte Straßenbahnlinie 9 sollte wieder nach Markkleeberg und künftig bis zum Cospudener See fahren. Zweitens muss die Linienführung der Busse neu überdacht werden. Besser wäre es, wenn der Bus 106 bis zum Rathaus fährt. Davon würden nicht nur ältere Fahrgäste, sondern auch Eltern mit Kinderwagen profitieren. Ist der Aufzug an der S-Bahn-Station kaputt, könnten diese den Bus von Markkleeberg-Mitte nach Nord oder umgekehrt, nutzen“, so Berthmann. „Die Linienführung von Tram und Bus ist nicht in Stein gemeißelt“, betont Sebastian Bothe.

Markkleebergs SPD will Bürger- statt Parteiprogramm

„Wir nehmen die Vorschläge der Bürger mit“, verspricht der SPD-Chef. Natürlich könne man Änderungen nicht von heute auf morgen erreichen. Doch gemeinsam habe man schon vieles geschafft, so der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Bothe nennt die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Bildungseinrichtungen, Sicherheit, Förderung des Ehrenamtes oder die Weiterentwicklung des Agra-Parks. „Das Café Kommunale, zwei kommunalpolitische Ideenwerkstätten und ein Galeriegespräch wurden erfolgreich durchgeführt“, zieht Bothe Bilanz. Auch mit dem erneuten Galeriegespräch sei man zufrieden. „Eine dritte Ideenwerkstatt bieten wir demnächst wieder an: Wir wollen unserer Linie treu bleiben, mit den Markkleebergerinnen und Markkleebergern unsere Stadt weiter zu entwickeln und gemeinsam mit ihnen unser Programm für die nächsten Jahre zu erarbeiten“, sagt der Sozialdemokrat. „Kein Parteiprogramm, sondern ein Bürgerprogramm für unser Markkleeberg von morgen“ sei das Ziel.

Von Ingrid Hildebrandt

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