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Markkleeberg SPD und CDU holen jeweils neun Sitze
Region Markkleeberg SPD und CDU holen jeweils neun Sitze
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13:59 19.05.2015

Die Überraschung des Wahlabends: Die CDU hat, anders als bei den Oberbürgermeisterwahlen im vorigen September, mit 34,1 Prozent erstmals mehr Stimmen als die SPD eingefahren, die auf 33,2 Prozent gekommen ist. Während sich die CDU über ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber 2009 und einen Sitz mehr im Stadtrat freuen kann, haben die Sozialdemokraten mit 0,8 Prozentpunkten leicht verloren. Beide Fraktionen verfügen künftig über jeweils neun Sitze. In den letzten 20 Jahren hatte die SPD immer ein bis zwei Sitze mehr als die CDU.

Ihre vier Sitze verteidigt haben trotz Stimmverlust die Linken, die 15,8 Prozent der Stimmen holten, 0,8 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Wie in Markranstädt und Zwenkau hat die FDP mit einem Minus von 4,9 Prozent auf 5,6 Prozent deutlich verloren. Aber anders als in den Nachbarkommunen konnten die Liberalen in Markkleeberg wenigstens einen Sitz von drei sichern. Erstaunlich: Der neue Ortsverbandsvorsitzende Volker Matting zieht bei seiner ersten Kandidatur gleich in den Stadtrat, die bisherige Fraktion mit Landtagsmitglied Anja Jonas, Ex-Bundestagsmitglied Christoph Waitz und Matthias Kunze wurde indes nicht wieder gewählt.

"Natürlich bedaure ich außerordentlich, dass wir zwei Sitze verloren haben. Aber das Ergebnis war schon frühzeitig, nach Auswertung der Europawahl, zu erwarten", erklärte Matting gestern. Er sei sicher, dass die alte Stadtratsfraktion gute Arbeit geleistet habe, das Ergebnis vielmehr der großen Strahlkraft der Bundes- und Landespolitik geschuldet sei. Nichtsdestotrotz wolle er sein Mandat nutzen und als Fraktionsloser die Stadtentwicklung aktiv mitgestalten. Noch am Wahlabend habe er Avancen anderer Fraktionen bekommen, verriet Matting schmunzelnd.

Ungetrübte Freude, "zumindest über das Markkleeberger Wahlergebnis", herrschte gestern bei den Grünen um Tommy Penk. Sie erreichten 11,3 Prozent und damit 2,1 Prozent und einen Sitz mehr als 2009. "Ich war am Sonntagabend schon ein bisschen nervös", gestand der 24-Jährige, dessen zweite Kandidatur nun endlich von Erfolg gekrönt war. Die Grünen konnten offensichtlich mit ihrer klaren Haltung gegen Motorboote auf dem Cospudener und Markkleeberger See diesmal viele Wählerstimmen sammeln. Dabei ist die Wahlbeteiligung insgesamt erneut zurückgegangen. Von 19 889 Wahlberechtigten nutzten lediglich 47,8 Prozent ihr Wahlrecht, vor fünf Jahren waren es noch 49,63 Prozent gewesen.

"Für Markkleeberg ändert sich nicht viel, außer dass die Liberalen zwei Sitze verloren haben. Es wird weiter eine konstruktive Politik zum Wohl unserer Stadt möglich und nötig sein", betonte gestern Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Er gehe davon aus, dass die 26 Mitglieder des Stadtrates auch in der neuen Besetzung gut zusammenarbeiten werden. Prüfen will Schütze nach dem überlangen Wahlabend jetzt die Verfahrensabläufe. "Ich bin mir aber sicher, dass jeder der über 150 Wahlhelfer sein Bestes gegeben hat", so der Rathauschef.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2014
Ulrike Witt

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