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Markkleeberg Sachsenforst sorgt sich um Eschen in Großpösna
Region Markkleeberg Sachsenforst sorgt sich um Eschen in Großpösna
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14:05 19.05.2015
Das Falsche Weiße Stengelbecherchen befällt immer mehr Eschen. Quelle: André Kempner

Am Wochenende hatten die Geocacher an der Deponie Cröbern zum Spaten gegriffen, um Setzlinge zu pflanzen (die LVZ berichtete).

Allerdings gibt es auch einige Abschnitte, die Mathias Stahn vom Forstbezirk Leipzig des Staatsbetriebs Sachsenforst bedroht sieht. "Seit einiger Zeit gibt es eine Krankheit bei Eschen, die durch Pilze verursacht wird", erklärte er bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen verursache Welkerscheinungen und Rindenverfärbungen und könne schließlich zum Absterben der Bäume führen. Betroffen seien allerdings nicht nur Eschen in der Gemeinde Großpösna, "sondern in ganz Deutschland". Diese Baumart nehme laut Stahn rund 13 Hektar Waldfläche auf dem Gemeindegebiet ein. "Wir beobachten die Bäume aber genau und forsten im Notfall auch nach, wenn das notwendig wird", betonte er gegenüber den Gemeinderatsmitgliedern.

Er hatte bei der Sitzung auch die Forsteinrichtung erläutert, ein Inventur- und Planungswerk für den Wald. Es benenne und beschreibe in einem Karten- und Textteil die einzelnen Waldflächen und fasse die in den kommenden zehn Jahren erforderlichen Pflegemaßnahmen zusammen. Die Forsteinrichtung ist also eine Richtschnur für die Bewirtschaftung des Waldes und die Jahresplanung, wenn es beispielsweise um Neupflanzungen und Ausbesserungen gehe. Das Werk beinhalte zudem auch Hinweise darauf, wie sich die verschiedenen Baumarten verhalten, wenn sich das Klima wandelt. "Derzeit müssen wir uns keine Sorgen machen, aber es zeigt sich, dass zum Beispiel die Eichen sehr robust sind, wenn es um Temperaturschwankungen geht." Zu dem Katalog gehöre außerdem die Altersstruktur des Waldes. In Großpösna gibt es demnach nur junge Bestände, "nichts ist älter als 20 Jahre".

Für die Gemeinde Großpösna bedeutet das, dass es "noch nichts zu ernten gibt", wie Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) betonte. Davon profitierten die nachfolgenden Generationen. Dennoch hätten die 60 Hektar wichtige Funktionen: "Der Wald dient der Erholung und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen." Gerade in Bergbaufolgelandschaften wie dem Neuseenland sei der Wald unverzichtbar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2014
Julia Tonne

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