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Markkleeberg Samenkorn geht auf: Diakonie-Krippe im Oberholz um Kita erweitert
Region Markkleeberg Samenkorn geht auf: Diakonie-Krippe im Oberholz um Kita erweitert
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07:00 19.08.2017
Bei der Eröffnung gab es neben Worten von Landrat Henry Graichen, Ministerin Petra Köpping und Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (Mitte) auch Kinderlieder. Quelle: Foto: Jörg ter Vehn
GRosspösna

„Alles muss klein beginnen“: Mit diesem treffenden Kinderlied wurde am Freitagnachmittag die Erweiterung des Kita-Standortes im Oberholz eröffnet. Die Diakonie Leipziger Land hat dort die Samenkorn-Krippe im Erdgeschoss um einen Kindergarten mit 36 Plätzen im Obergeschoss erweitert. Dank Fördergeldern vom Freistaat, die die Gemeinde an sie abgetreten hatte.

Dankesworte gab es jede Menge: An die Planer und Baufirmen, die mit den knapp 500 000 Euro Kosten auskamen; an die Behörden, die gut kooperierten; an die Gemeinde, die ihre 325 000 Euro aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ der Diakonie gab, statt sie anderswo zu investieren; an die Nachbarn, die ein halbes Jahr den Umbau ertrugen. „Ich kenne dieses Haus schon in den unterschiedlichsten Nutzungen“, sagte Staatsministerin Petra Köpping (SPD), selbst lange Jahre Bürgermeisterin in Großpösna, später Landrätin. Sie freue sich, dass nach der Krippe nun auch ein Kindergarten Platz finde. „Einen schöneren Ort als hier am Oberholz gibt es kaum.“ Das Haus mit einem 2500 Quadratmeter großen Garten und Blick in Wald und Wildgehege war Wohnhaus, dann Mutter-Kind-Heim, beherbergte nach der Wende die Verwaltung des Heimverbundes, später der Diakonie, bevor vor rund viereinhalb Jahren die Krippe einzog.

Landrat Henry Graichen (CDU) lobte die Reaktion der Gemeinde Großpösna auf ihre dynamische Entwicklung. Diese gebe es aber auch im Kreis. Seit 2013 und dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz sei die Zahl der Kinder im Kreis von vorher jährlich rund 1800 auf stabil deutlich über 2000 gestiegen. Diese Dynamik – „nicht nur im Speckgürtel von Leipzig“, so Graichen – habe Folgen für die weitere Infrastruktur wie etwa Kindergärten. Auch in anderen Orten müssten derzeit neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Dem Kreis lägen Anträge aus Kommunen auf rund zehn Millionen Euro vor, er habe aber nur vier Millionen Euro aus den entsprechenden Töpfen dafür zur Verfügung, sagte er mit Seitenblick auf den Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes (CDU), der ebenfalls zur Feiern erschienen war.

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) betonte, dass Großpösna seit vier Jahren mehr Geburten als Sterbefälle zu verzeichnen habe. Bislang sei es immer irgendwie gelungen, Betreuungsplätze für die Kinder zu finden, gleichwohl gebe es eine Warteliste auf Kita-Plätze auch von Leipziger Eltern. Aber auch in die weitere Infrastruktur müsse geplant werden. Die Gemeinde habe überschlagen, dass sie für den Umbau der Grundschule, einen neuen Hort und einen Ersatzbau für die alte Kita Störmthal in den nächsten Jahren fünf bis sechs Millionen Euro ausgeben müsse. Großpösna habe gut gewirtschaftet in den letzten Jahren, aber mehr als 2,5 Millionen Euro könne es nicht aufbringen, sandte sie indirekt einen Hilferuf an die Politiker.

Von Jörg ter Vehn

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