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Markkleeberg Sana eröffnet Geriatrische Tagesklinik wieder
Region Markkleeberg Sana eröffnet Geriatrische Tagesklinik wieder
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07:00 13.05.2017
Die ersten beiden Patienten Manfred Röhricht und Stephan Gondorch werden von Ärztin Dr. Petra Berger und Schwester Ingrid Fuchs betreut (jeweils v.l.). Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Zur Wiedereröffnung der Geriatrischen Tagesklinik der Sana Kliniken Leipziger Land in Zwenkau gab es diese Woche Blumen für die beiden ersten Patienten von der leitenden Oberärztin Dr. Petra Berger. Die Ernährungsmedizinerin und Fachärztin für Innere Medizin als auch Geriatrie ist froh, dass die Versorgungslücke in der Region nach rund einem Jahr Pause endlich wieder geschlossen wird.

Bis zu zehn Patienten können künftig unter der Woche betreut werden. Sie sind in der Regel älter als 65 Jahre und leiden an für das hohe Lebensalter typischen, manchmal chronischen Erkrankungen und Funktionsstörungen oder einer geriatrietypischen Multimorbidität, das heißt an mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Wenn ein Verlust an Autonomie und Alltagsselbstständigkeit droht, Menschen nach einer Reha-Maßnahme oder einer stationären Behandlung noch nicht so weit gefestigt sind, dass sie unmittelbar in die alleinige hausärztliche Betreuung entlassen werden können, hilft die Tagesklinik, die Lebensqualität in der gewohnten Umgebung zu verbessern.

„Unser Ziel ist es, diese Patienten zu behandeln und so zu stärken, dass sie ihre Mobilität und Selbsthilfefähigkeit wiedererlangen und sich im häuslichen Leben selbst oder mit geringer Hilfe zurecht finden“, erklärt Berger. Der Aufenthalt dauert drei Wochen, Montag bis Freitag zwischen 8 und 14.30 Uhr. In dieser Zeit arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegern, Physio- und Ergotherapeuten, Sozial- und Psychologischen Dienst zusammen und stellt eine individuelle Therapie zusammen. Tägliche Visite, regelmäßige Team-Besprechungen, auch Ruhephasen und die Versorgung mit Essen gehören dazu.

Voraussetzung ist ein Einweisungsschein des behandelnden Haus- oder Facharztes ebenso wie eine vorhandene Grundmobilität. „Die Patienten werden abgeholt und wieder nach Hause gebracht, das setzt ein Minimum an Beweglichkeit voraus“, betont die Oberärztin. „Sie müssen auch kognitiv in der Lage sein, sich in dem fremden Umfeld zu orientieren, die therapeutischen Maßnahmen anzunehmen und mitzumachen.“

Um ihr persönliches Wohl kümmert sich während des Klinik-Aufenthalts Ingrid Fuchs, seit 45 Jahren Krankenschwester mit Herzblut. „Es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Ich helfe den Patienten, gut über den Tag zu kommen“, erzählt sie. „Dazu gehört auch Unterhaltung. Besonders diejenigen, die alleine leben, sind froh, wenn sie jemandem ihr Herz ausschütten können.“ Bei schönem Wetter geht sie mit ihren Schützlingen gern in den Park, um unter den Kastanien auszuruhen oder Kaffee zu trinken.

Ein Wunschprojekt von Oberärztin Berger könnte dort künftig Platz finden: „Blumenkästen, die von den Patienten bepflanzt und gepflegt werden.“ Ganz so, wie es viele auch im hohen Alter zu Hause gerne praktizieren.

Von Gislinde Redepenning

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