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Markkleeberg Sandra hat keine Angst vor scharfen Krallen
Region Markkleeberg Sandra hat keine Angst vor scharfen Krallen
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21:23 09.10.2011
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. Von Freitag bis Sonntag wurde das Agra-Messegelände wieder zum wichtigen Branchentreffpunkt. 

Für eine Zwölftklässlerin dürfte Sandra Schmidt ein recht seltenes Hobby haben: Die Bautzenerin hat sich der Falknerei verschrieben. Auf der Jagdmesse präsentierte sie ihren fünf Jahre alten Sakerfalken Kira. Seit zwei Jahren ist sie mit dem Tier eng verbunden. „Vertrauen ist dabei alles, denn wenn ein Tier sich schlecht behandelt fühlt, kehrt es bei den Freiflügen einfach nicht zu seinem Besitzer zurück“, erzählt sie. Dieses Vertrauen müsse erst mühevoll aufgebaut werden. Doch einmal war Kira auch spurlos verschwunden. „Wir haben eine Woche überall gesucht, dann kam ein Anruf. Kira wurde in Prag wiedergefunden.“ Doch mittlerweile klappt das Zusammenspiel. „Klar ist jedoch, das man einem Falken nie wie einem Hund Befehle geben kann.“ Die Falknerei sei ein wunderbares Hobby, allerdings auch ihr Traumberuf.

Markkleeberg. Treffpunkt für Jäger, Angler und Tierfreunde: 32800 Besucher ließen sich die 21. Auflage der Messe „Jagd und Angeln“ nicht entgehen. Von Freitag bis Sonntag wurde das Agra-Messegelände wieder zum wichtigen Branchentreffpunkt.

Welche beruflichen Herausforderungen in Sachsens Wäldern warten, zeigten junge Leute aus der Forstlichen Ausbildungsstätte Morgenröthe des Staatsbetriebes Sachsenforst. Sie gaben Einblicke in Wettkampfdisziplinen wie Zielfällen oder Präzisionsschnitt mit der Kettensäge. „Jedes Jahr bilden wir 40 junge Leute aus, für jeden Platz gibt es fünf bis acht Bewerber“, erklärt Schulleiter Torsten Nimsch. Zehn Prozent seien Mädchen. „Und die sind viel motivierter als die Jungs. Denn wenn sie sich erst einmal für diesen Beruf entschieden haben, wissen sie ganz genau worauf sie sich einlassen.“

Kein Beruf, dafür ein Hobby Tausender Sachsen ist das Angeln. Auch in diesem Jahr hatte der Anglerverband Leipzig einen großen Messestand aufgebaut. Büroleiterin Birgit Holzmann machte schon mal auf den kommenden Sonnabend aufmerksam: „Da laden wir zum Umwelttag nach Kleinpösna. Dort werden Bäume gepflanzt, Nistkästen angebracht und ein Angelplatz für Behinderte gebaut“, berichtet sie. So eine große Gemeinschaftsaktion sei sehr sinnvoll, da auf diese Weise die rund 11000 Angler im Regierungsbezirk Leipzig viel besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. 

Zahlreiche Besucher nutzten ihren Messebesuch zur Kontaktpflege – so auch Wolfgang Ulbig aus dem erzgebirgischen Thalheim. „Ich habe drei Generationen meiner Kaninchenteckel dabei“, sagt der Hobbyzüchter. „Hier treffe ich viele Freunde und Bekannte, und wenn ich mal wieder einen neuen Rüden brauche, kann ich auch den hier finden.“

Eine wichtiger Treffpunkt war auch in diesem Jahr der Leipziger Forstball, der seine fünfte Auflage erlebte und traditionell am Eröffnungsabend der Messe stattfand. Im Festsaal des Mölkauer Stadtgutes trafen sich 270 Gäste aus der Branche mit Politikern und Vertretern von Verbänden und Behörden. Mittendrin im bunten Trubel die besten Auszubildenden des Staatsbetriebes Sachsenforst: Forstwirt Philipp Henzschel und Forstinspektorenanwärter Stefan Müller. Und sogar richtige Hoheiten gaben sich die Ehre: Pflügerkönigin Katharina Voigt und Waldkönigin Sandy Münzner zeigten sich standesgemäß bekrönt mit Forstbezirksleiter Andreas Padberg.

Bert Endruszeit

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32 800 Menschen haben die Messe „Jagd und Angeln" auf dem agra-Gelände in Leipzig besucht. Die Messegäste seien vorwiegend aus dem Südosten, aber auch aus Norddeutschland, Bayern und Hessen zu dem Branchentreff angereist, teilte die agra Veranstaltungs GmbH am Sonntag mit.

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