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Markkleeberg Sauberes Trinkwasser für Tomegbé
Region Markkleeberg Sauberes Trinkwasser für Tomegbé
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14:40 19.05.2015
Begegnung in Tomegbé: Falk Weinhold inmitten einer Kinderschar. Der Ingenieur möchte dafür sorgen, dass die Kleinen sauberes Trinkwasser haben. Quelle: Privat

Ihr Ziel: Sauberes Wasser für Tomegbé. Ihr Auftrag: Die Möglichkeiten für eine nachhaltige Trinkwasserversorgung erkunden. Finanziert wurde die Reise auch dank einer Spende des Lions-Club Markkleeberg (die LVZ berichtete).

"Die Menschen in Tomegbé brauchen Hilfe, aber eine, die sie unabhängig macht", sagt Weinhold. Er hat die 80 Kinder, die in der 2010 vom Verein Age in Zusammenarbeit mit dem Bürgerschaftsverein Asmerade errichteten Kindertagesstätte betreut werden, kennen gelernt. "Damit sie täglich eine warme Mahlzeit haben, müssen Frauen das Wasser kilometerweit von einem Fluss heranschleppen. Erkrankungen sind aufgrund der schlechten Wasserqualität weit verbreitet", sagt der 30-jährige Leipziger.

Weinhold und Luong haben Wasserproben von acht Brunnen und Bächen genommen, die Kindertagesstätte samt Dachflächen vermessen. Aber auch herausgefunden, dass wegen der Spannungsschwankungen im Netz strombetriebene Pumpen nicht sinnvoll sind. "In Afrika kann man nicht mal schnell zum Baumarkt fahren, um Ersatzteile zu holen", macht Weinhold deutlich.

Wichtig seien aber auch die Gespräche mit den Verantwortlichen gewesen, um Akzeptanz aufzubauen. Auch die Kinder hätten ihre Arbeit genau beobachtet. "Bei jedem Dorfrundgang war gleich eine ganze Schar hinter uns her, für sie war der Besuch ein Abenteuer." Weinhold ist die Verantwortung bewusst: "Die Menschen freuen sich über unser Engagement, sie sind aber auch skeptisch. Sie haben schon viele Versprechen von Ausländern gehört, die dann nicht eingehalten wurden."

Die "Ingenieure ohne Grenzen" wollen ihres halten. "Nachdem wir die Ergebnisse unserer Erkundungsreise ausgewertet haben, steht fest: Wir werden eine Zisterne bauen, das ist die pflegeleichteste und somit nachhaltigste Lösung", sagt Weinhold. Ende März, wenn die Entwurfsphase abgeschlossen ist, wollen die Männer das Projekt bei ihrem Dachverband einreichen. "Wann die Umsetzung beginnen kann, hängt von der Spendenbereitschaft der Bürger ab", so Weinhold.

@www.ingenieure-ohnegrenzen.org/leipzig

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.02.2014
Ulrike Witt

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