Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Sauerei: Wildschweine pflügen Sportplatz im Eichholz um
Region Markkleeberg Sauerei: Wildschweine pflügen Sportplatz im Eichholz um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 05.09.2018
Die Platzwarte Lothar Rabich und Holger Ditscher (von links) kommen mit dem Ausbessern der Schäden nicht mehr nach. Quelle: Andre Kempner
Zwenkau

Dass die Fußballer des VfB Zwenkau derzeit immer öfter auf allen Vieren über den Rasenplatz im Eichholz robben, hat nichts mit Erschöpfung nach harten Trainingseinheiten zu tun. In den letzten Wochen haben Rotten von Wildschweinen mehrmals zu nächtlicher Stunde das Areal auf der Suche nach Nahrung durchwühlt. Die Kicker versuchen, die Schäden zu beseitigen.

So stellt man sich einen Bundeswehrübungsplatz nach Granateinschlägen vor: Wenn die ungebetenen Gäste zum fünften Mal innerhalb von zwei Wochen da waren, haben sie ganze Arbeit geleistet. Der Sportplatz ist trotz aller Anstrengungen erst einmal nicht bespielbar. Nach der vorletzten Attacke zeigte am Wochenende zwar eine rund 30-köpfige Gruppe aus allen Juniorenklassen inklusive der Eltern und Trainern enormen Arbeitseifer, doch haben die Schwarzkittel bereits am Montag wieder gewütet. „Wir können nur ein weiteres dickes Danke an alle Helfer senden, die sich zum Samstagmorgen die Knie, Hände und Schuhe dreckig gemacht haben“, erklärte VfB-Präsident Sylvio Krüger am Wochenende auf der Internetseite seines Vereins.

Besonders zu erwähnen sei das Engagement von Holger Ditscher und Lothar Rabich, die sich um das Beheben der Schäden bemühten, so Krüger. Sein Dank geht auch in das Sportlerheim, das mit einer Runde Freigetränke zur Erfrischung beigetragen hat.

„Ich werde die erste Herren-Mannschaft bitten, sich schon vor dem Training einzufinden, um die neusten Schäden soweit wie möglich zu beseitigen“, erklärte Krüger am Dienstag. Eine Sisyphusarbeit – jeder herausgewühlte Batzen Erde müsse aufgehoben und mit dem Grün nach oben wieder eingesetzt werden. Dann werde er mit den Füßen festgetreten. Erst, wenn alles fertig ist, könne großflächiger gewalzt werden. Bis sich alles gesetzt hat, dauere es zwei Wochen. „Womöglich müssen wir mit unserem Pokalspiel am nächsten Wochenende auf einen anderen Platz ausweichen“, erklärt Krüger. Dabei geht gegen den SV Merkur Oelsnitz aus dem Vogtland um den Einzug in die dritte Runde des Sachsenpokals. Man werde dass mit dem Vorstand besprechen und gemeinsam entscheiden.

Sylvio Krüger konnte sich bisher auf viele freiwillige Helfer aus seinem Verein verlassen, doch nehmen die Zerstörungen inzwischen Überhand. „Wir hatten vor Jahren einmal einen naturbelassenen Zaun, doch ist der längst verfallen“, erklärt er. „Für einen neuen Wildschutzzaun um den ganzen Platz herum haben wir als Mieter kein Geld.“ Den hätte man gerne, lieber heute als morgen. Um eine dauerhafte Lösung herbeizuführen, sei die Stadt als Eigentümer gefragt.

Und die handelt unverzüglich. Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hatte sich am Wochenende ein Bild von der Lage verschafft und Abhilfe versprochen. „Am Mittwoch geht es los, wir holen einen Wildschutzzaun. Wahrscheinlich fängt der Bauhof am gleichen Tag noch mit dem Aufbau an“, sagte Schulz.

Die kurzfristig beschlossene Präventivmaßnahme müsse einfach sein, um den Spielbetrieb zu gewährleisten und noch größere Schäden zu vermeiden. „Ich habe auch mit Forstbezirksleiter Andreas Padberg gesprochen, der alle diejenigen informiert, die dort Wildschweine jagen dürfen“, sagte Schulz. Den Schwarzkitteln geht es also an den Kragen.

Von Gislinde Redepenning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Störmthaler See im Süden Leipzigs ist Sachsens Liebling und landet auch bundesweit unter den Top 5. Das ist das Ergebnis des Online-Votings auf dem Freizeitportals seen.de, bei dem Gewässer-Fans rund 125.000 Stimmen abgaben.

04.09.2018

Eine Delegation von Förstern und Waldexperten aus Indonesien, deutschlandweit unterwegs, um sich über die Möglichkeiten der Renaturierung zu informieren, war am Montag zu Gast auf der Neuen Harth. Forstbezirksleiter Andreas Padberg und seine Mitarbeiter, darunter Revierförster Carsten Pitsch, erläuterten anschaulich, mit welchen Maßnahmen sie aus Braunkohlentagebaugruben grünende Waldgebiete entstehen lassen.

04.09.2018

Nach dem perfekten Sommer 2018 hatte Petrus am 2. September so gar keine Lust mehr auf Sonnenschein. Bei strömenden Regen schickte er die Teilnehmer des Sparkassen-Kriteriums auf die Radrennstrecke.

02.09.2018