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Schalmeienkapelle Großpösna feiert 60-jähriges Bestehen

Schalmeienkapelle Großpösna feiert 60-jähriges Bestehen

Großpösna. Wenn der Pauker während eines Umzugs über einen Stein stolpert, ist die Schalmeienkapelle schnell eine Pauke los. Und wenn der Reifen am Bus kaputt ist, müssen 40 Musiker schon mal zu Fuß zum Auftritt.

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Gut bei Puste: Die Mitglieder der Schalmeienkapelle Großpösna feiern ihren runden Geburtstag mit einem Konzert.

Quelle: André Kempner

60 Jahre alt wird die Schalmeienkapelle Großpösna in diesem Jahr. Zeit für die Mitglieder, das ein oder andere Erlebnis Revue passieren zu lassen.

Als im Dezember 1950 der Verein ins Leben gerufen wurde, ging es den rund 30 Gründungsmitgliedern darum, wieder Trubel in den Ort zu bringen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Großpösna einen Spielmannszug, doch während der Kriegswirren war an ein geselliges Vereinsleben nicht zu denken. Zehn Jahre nach den ersten Übungsstunden trat der Verein dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR bei – und die Auftritte – zunächst in der Region – häuften sich. „Natürlich gab es vorgeschriebene Veranstaltungen, bei denen wir waren, wie zum Beispiel der erste Mai“, erzählt Bernd Hofmann, der seit Jahrzehnten Mitglied ist. Außerdem seien die Schalmeien- und Trommelspieler bei allen Dorffesten aufgetreten. 1961 folgte der erste Erfolg: Die Schalmeienkapelle wurde bei den DDR-Meisterschaften in Schwerin Dritter.

Absoluter Höhepunkt während dieser Zeit, so erinnert sich Vereinsvorsitzender Jürgen Ebert, seien sowohl die Turn- und Sportfeste als auch die Weltfestspiele 1973 in Berlin gewesen. Aus dem Wettkampfgeschehen hat sich die Schalmeienkapelle allerdings schon längst verabschiedet. „So viel Spaß das auch gemacht hat: Für uns wäre es nichts gewesen, auf Dauer auf der sportlichen Ebene zu spielen“, begründet Ebert. Und seine Stellvertreterin Katrin Reimann ergänzt: „Wir wollen uns nicht immer mit anderen Vereinen vergleichen, wir wollen wir sein.“ Die Zeit der sportlichen Erfolge war auch die Zeit des Nachwuchses. „Zum 25. Geburtstag hatten wir nicht nur einen Erwachsenen-, sondern auch einen eigenständigen Nachwuchszug“, erzählt sie. Um neue Spieler musste sich der Verein damals keine Gedanken machen – sie kamen in Scharen.

Mit der Wende gab es einen gravierenden Einschnitt in der Vereinsgeschichte. Nur zehn Mitglieder blieben dem Verein treu, der Übungs- und Spielbetrieb musste eingestellt werden. „Kontinuierliche Arbeit war kaum möglich, wir mussten uns an andere Strukturen anpassen, außerdem war das bisherige Liedgut nicht mehr aktuell“, berichtet Ebert.

Heute steht der Verein, der 1991 unter dem Namen „Schalmeienkapelle weiß-grün 1950“ neu gegründet wurde und zu dem mittlerweile wieder rund 40 Leute zählen, vor anderen Problemen: Der Nachwuchs bleibt aus. Kaum ein Jugendlicher interessiere sich für diese Art Musik, sagt Hofmann. Dabei habe sich diese stark gewandelt. Neben traditionellen Titeln werden immer häufiger moderne gespielt: Schlager, 70er Jahre-Stücke von Abba und Rock’n’Roll.

Die meisten Wochenenden sind die Musiker unterwegs, um bei Festen, Hochzeiten, Geburtstagen und Umzügen zu spielen. Rund 50 Auftritte kommen so im Jahr zusammen, „und darüber finanzieren wir uns“, sagt Ebert. Da bleibe für Meisterschaften keine Zeit. Für den Verein seien Auftritte und der Spaß daran wesentlich wichtiger.

Julia Tonne

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