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Markkleeberg „Schanzarbeiten“ am archäologischen Denkmal im Oberholz
Region Markkleeberg „Schanzarbeiten“ am archäologischen Denkmal im Oberholz
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07:00 27.06.2017
Weist auf das „Alte Schloss“ im Oberholz hin: Eine kürzlich neu aufgestellte, nun beschmierte Tafel erklärt die danebenliegende Ringwallanlage. Quelle: Jörg ter Vehn
Grosspösna

Nur ein Ringwall und ein Hügel mit einem Schild erinnern an das wohl unscheinbarste und dennoch älteste Stück Großpösnas: das „Alte Schloss“ im Oberholz. Die Anlage aus der Zeit der Romanik wird jedoch immer wieder von Unbekannten beschädigt.

Erst vor Kurzem hatte der Staatsbetrieb Sachsenforst eine neue Tafel zum archäologischen Denkmal aufgestellt. „Wir wurden oft angesprochen, die alte – kaputte und inhaltlich überholte – Tafel zu ersetzen. Nun wieder einmal dieses Ergebnis…“, seufzt Forstchef Andreas Padberg, selbst ein Großpösnaer.

Aber nicht nur die Tafel wurde Ziel der Vandalen. Auch die Anlage selbst wurde aufgegraben, offenbar um eine Art Cross-Strecke für Fahrräder zu bauen, mutmaßt Revierförster Christoph Seifert. Er hat am Freitag Anzeige erstattet - nicht die erste.

Der Ringwall mit der längst verschwundenen Burg, die vermutlich um 1200 hier stand, ist nur ein Beispiel aus dem Oberholz. „Leider ist immer öfter festzustellen, dass es bei vielen Menschen nicht nur immer mehr am Naturverständnis mangelt, sondern dass auch die oft zusammen mit Projektpartnern mit viel Enthusiasmus erstellten Hinweistafeln, Wegeschilder, Erholungseinrichtungen und mehr zerstört oder beschmiert werden“, resümiert Padberg. Das sei in der letzten Zeit überall feststellbar gewesen, auch am Naturlehrpfad Eichholz, der Beschilderung der Neuen Harth, an mehrfach zerstörten Schranken, gestohlenen Sitzgarnituren und mehr.

Beim Ringwall sei von Sachsenforst versucht worden, die „Schanzarbeiten“ zurückzubauen. Da aber im Wald nicht ständig jemand aufpassen könne, sei es ein fast sinnloses Unterfangen. Mit dem Ordnungsrecht allein komme man nicht weiter. Padberg: „Hier würde ich mich freuen, wenn verantwortungsbewusste Waldbesucher und Eltern mithelfen, entsprechende Werte zu vermitteln.“

Von Jörg ter Vehn

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