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Schausteller stirbt nach Tauchunfall

Schausteller stirbt nach Tauchunfall

Das 7. Cospudener See- und Hafenfest wird überschattet von einem tödlichen Taucherunfall.Einer der Schausteller war gestern früh vor der Arbeit allein zu einem Tauchgang aufgebrochen.

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Ein Schausteller des See- und Hafenfestes in Zöbigker ist gestern früh nach einem Tauchunfall im Cospudener See gestorben. Er war vor der Arbeit allein zum Tauchen gegangen. Das Fest soll dennoch zu Pfingsten starten. Fotos: André Kempner

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Stunden später wurde er leblos aus dem Wasser gezogen, konnte zunächst reanimiert werden, starb aber gegen Mittag in der Klinik.

Carsten Rehhahn war gestern wie alle Berufskollegen auf dem kleinen Rummelplatz oberhalb des Zöbigker Hafens geschockt. "Wir wissen noch gar nicht, was wir sagen und wie wir damit umgehen sollen", meinte der Organisator des 7. See- und Hafenfestes. Riesenrad, Grill, Cocktail- und Bierstände, Kräppelchen-Bude, Waffelbäckerei - alles war gestern früh fertig. An der Bühne, wo heute ab 19 Uhr "Maddoxx" und Sonntag ab 19 Uhr die "Four Roses" rocken sollen, wurde letzte Hand angelegt. Der verunglückte Schausteller habe sicher genug Verwandte und Angestellte, um sein Kettenkarussell und den Schießstand trotzdem öffnen zu können, meint Rehhahn - nach dem Motto "The Show must go on". Beistand bekamen die Angehörigen zunächst von Ronny Bettzüge vom Kriseninterventionsteam.

Gegen 7 Uhr war 49-jährige Schausteller aus dem Raum Pirna nach ersten Ermittlungen der Polizei zum Tauchen gegangen - allein. Die Atemluft in seinen Flaschen hätte für zwei Stunden genügt. Als er danach nicht zurückkehrte, hätten seine Angehörigen begonnen, ihn zu suchen, sagte die Polizei. Zwei Taucher, Polizisten aus Thüringen an einem freien Tag, unterstützen die Suche und begaben sich am gleichen, offiziellen Einstieg ins Wasser. "Kurz vor 10.30 Uhr fanden sie den bewusstlosen Taucher auf dem Grund des Sees", so der Polizeibericht.

Die Männer bargen den Leblosen aus 16 Metern Tiefe, schleppten ihn zum Seeufer, wo sie von zwei Beamten erwartet wurden, die sich ins Wasser stürzten und mit der Wiederbelebung begannen - zunächst mit Erfolg. Aber der Mann starb im Krankenhaus.

Er galt als erfahrener Taucher, kannte das Gewässer, bestätigte Lutz Kamski von der Basis am See. Kripo und Rechtsmedizin untersuchen nun, was zum Unfall führte. So sei der Mann mit aufgeblasenem Anzug an einer Bojenleine hängend gefunden worden, hieß es. Das ließe auf einen Notauftauch-Versuch und ein Malheur mit dem Seil schließen, aber auch auf ein gesundheitliches Problem.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Jörg ter Vehn

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