Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Scherbenhaufen hält Amt weiter in Atem
Region Markkleeberg Scherbenhaufen hält Amt weiter in Atem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 27.12.2009
Markkleeberg

Der Bau- und Reparaturbeginn wird allerdings nicht vor Februar/März 2010 erfolgen.   „Weil sich die Gesamtkosten über 200 000 Euro belaufen, mussten wir öffentlich ausschreiben“, erklärte jetzt Burkhard Zscheischler, Sprecher des sächsischen Autobahnamtes. „Die Vergabeentscheidung fällen wir im neuen Jahr. Bau- beziehungsweise Reparaturbeginn wird aber nicht vor Februar oder März sein“, so der Sprecher weiter. Für den Schaden gerade stehen müssen, wie berichtet, drei zum Tatzeitpunkt jugendliche Angreifer. Jene waren von Beamten des Reviers Markkleeberg und Kollegen von der Autobahnpolizei geschnappt worden. Im Laufe des Monats Mai 2009 hatten Unbekannte rund 170 Scheiben der Lärmschutzwand an der Autobahnbrücke über die Eisenbahnanlage sowie die Ortsverbindungsstraße Gaschwitz/Großdeuben zerschlagen. „Langeweile und Frust“ gaben die drei Ortsansässigen seinerzeit als Motive ihres zerstörerischen Tuns an. Weitere drei junge Leute konnten gefasst werden, als sie gerade Steine sammelten, vermutlich Nachschub. Der Scherbenhaufen hält seitdem das Autobahnamt in Atem. „Gemeinsam mit der Polizei müssen wir herausbekommen, welcher Schaden nun genau diesen Jugendlichen zuzuordnen ist“, sagte Zscheischler. Bei dem Material, das ersetzt werden muss, handelt es sich um 20 Millimeter starkes Verbundsicherheitsglas, zwei Schichten, die aus Sicherheitsgründen miteinander verklebt sind. Da die Scheiben der zwischen 3,50 und fünf Meter hohen Wandkonstruktion nicht einzeln zwischen den Pfeilern eingebaut sind, müssen sogar mehr als nur die 170 defekten Exemplare ausgetauscht werden. Auf jeden Fall werde der Schaden zunächst repariert. „Erst wenn die Abschlussrechnung auf unserem Tisch liegt, kann es um die Schadenersatzforderung gegenüber den Verursachern gehen“, erklärte Zscheischler weiter. Noch ist also die Höhe der Regressforderung unklar. Aber die Schadensverursacher sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. „Die Steinewerfer werden wahrscheinlich erst wieder etwas von uns hören, wenn sie gerade zu glauben begonnen haben, da käme nichts mehr“, mutmaßte der Sprecher. Doch jeden Euro, den sie übrig haben, wird ihnen das Autobahnamt abknöpfen. „Das sollten sich alle anderen Steinewerfer bei der nächsten ,Mutprobe’ gut überlegen.“

Ingolf Rosendahl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bescherung gestern in Zöbigker: Bürgermeister Philipp Staude weihte die sanierte Dorfstraße ein. Im Beisein von Anwohnern und Vertretern von Verwaltung und Baufirmen gab er die für 320 000 Euro neu gestaltete Anliegerstraße für den Verkehr frei – auch wenn der hier nur mit Schrittgeschwindigkeit durch darf.

23.12.2009

Eine Rückschau auf 2009 haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West dieser Tage bei ihrer alljährlichen Hauptversammlung in der Feuerwache Rosa-Luxemburg-Straße gehalten.

22.12.2009

Das evangelische Gotteshaus in Tellschütz kann auf eine lange Geschichte verweisen. Um 1520 vermutlich auf den Mauern ihrer Vorgängerin erbaut, gehört sie zu den ältesten Kirchen der Region Leipzig.

21.12.2009