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Markkleeberg Schiffsanleger bekommt einen Schattenspender
Region Markkleeberg Schiffsanleger bekommt einen Schattenspender
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06:00 26.07.2018
Das Kunst- und Schattenobjekt nach einer Idee von Lydia Gockel (Mitte) steht erst im Modell. Die Stahlkonstruktion soll in den nächsten Monaten gebaut werden. Quelle: Kempner
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Zwenkau

Die Zwenkauer zieht es in den Sommermonaten an den See und in den Hafen, wo die Sonne unbarmherzig auf den Platz an der Mole knallt. Ein Kunstwerk, ein Schattendach, das mit dem Licht und dem Spiel der Wellen in Beziehung tritt, sorgt demnächst für Abhilfe.

Vor allem im Wartebereich für die Abfahrt des Fahrgastschiffes Santa Barbara und in Erwartung einer frischen Brise während der flotten Fahrt über den See zeigt sich dieser Tage, wie angenehm ein Schattendach wäre. Eine Lösung ist in Sicht, erarbeitet von der Stadt Zwenkau, der See- und Hafenbetreibergesellschaft sowie dem Leipziger Architekturbüro Knoche. „Hafenbetreiber-Geschäftsführer Andreas Schmidt kam auf uns zu und fragte, ob wir einen Unterstand entwickeln könnten“, erzählte Christian Knoche, der auch als Professor für Baukonstruktion an der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur in der Messestadt lehrt. Das passiere häufiger, doch würden die wenigsten Ideen später auch realisiert. „Schön, das wir hier bald sehen können, was wir erarbeitet haben“, freut sich Knoche. Besonders gespannt dürfte Masterstudentin Lydia Gockel der Fertigstellung entgegenfiebern, ihr Geistesblitz lieferte die Vorlage für das schattenspendende Objekt, das aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt wurde. Als Praktikantin in Knoches Architekturbüro hat sie maßgeblich daran mitgearbeitet. Inspiriert hat die junge Dame das Flimmern des Sees. Sie versuchte, die Leichtigkeit des Wellenspiels in ihren Entwurf einzuarbeiten. „Das sich ständig verändernde Bild von Licht und Schatten unter dem Einfluss der Sonne ist einfach faszinierend“, findet sie. „Ich habe versucht, das zu übertragen.“ Unter dem durchlässigen Dach staue sich die Hitze nicht. Die Wirkung sei der eines Laubdachs im Wald ähnlich. Für die bauliche Umsetzung musste der Entwurf entsprechend modifiziert werden, so Knoche.

Ein Realisierungsmodell im Maßstab 1:10 zeigt den Aufbau: Vier Stützen tragen ein luftiges Konstrukt aus durchlaufenden Trägerprofilen und einer wiederkehrenden Struktur aus Blechlamellen. „Die Herstellung ist einfach und wirtschaftlich“, erklärte Knoche. Und sie ist bezahlbar, das war eine der wesentlichen Vorgaben. Die beauftragten Bauschlosser dürften mit der Erstellung des Stahlbaus mit Korrosionsbeschichtung keine Schwierigkeiten haben.

Nicht nur Bürgermeister Holger Schulz (CDU) ist sehr gespannt, wie das Original einmal aussehen wird. Die Aufgabe sei eine besondere und interessante, erläuterte Knoche. Als Architekt seit rund 30 Jahren im Hochbau unterwegs, könne er sich an wenige Aufträge dieser Art erinnern. Lediglich die Bestellung für einen Unterstand in Chemnitz sei damit zu vergleichen.

Bis das Kunstobjekt, finanziert mit Hilfe des Tagebausanierers Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft, tatsächlich steht, wird es noch eine Weile dauern. Spätestens zum Hafenfest im nächsten Jahr soll alles fertig sein. Ob die Ideengeberin dann anwesend sein wird, steht in den Sternen, denn sie verschlägt es nach ihrer Masterarbeit nach Australien.

Von Gislinde Redepenning

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