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Markkleeberg Schildbürgerstreich Kleine Pleiße
Region Markkleeberg Schildbürgerstreich Kleine Pleiße
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17:41 19.05.2015
Interimslösung: Die grüne Pumpe sichert vorerst die Funktion des Auslaufbauwerks. Quelle: André Kempner

Fast eine Viertel Million Euro verschlang das Projekt am Ende der Franz-Etzold-Straße, mit dem der Wasserstand des Markkleeberger und Störmthaler Sees reguliert werden soll. Das Problem: Die Kleine Pleiße kann das überschüssige Nass gar nicht aufnehmen, weil deren Wasserstand über dem des Markkleeberger Sees liegt. Anwohner Jörg Zinn vermutet einen Schildbürgerstreich. "Wurde wieder mal sinnlos Geld versenkt?", fragt nicht nur er.

So richtig in Rage brachte den Markkleeberger dann die Pumpe, die Anfang März von der LMBV angeschlossen wurde. Eigentlich schien die Zeit des Pumpens mit der Übergabe des Auslaufbauwerks ein für alle Mal vorbei. Zudem erwies sich die neue Pumpe als lautstarker Nachbar, "beglückte die Anwohner mit lästigem Brummen und Dröhnen", schildert Zinn.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Das gilt zumindest für die Pumpe. Die wurde nach kurzem "Probelauf" von der LMBV gegen ein für Anwohnerohren erträgliches Exemplar ausgetauscht. Bleibt das eigentliche Problem - denn eine Dauerlösung kann und darf die Pumpe ja wohl nicht sein.

"Der Ablauf der Kleinen Pleiße funktioniert nicht. Das stimmt. Die Durchgängigkeit ist nicht gegeben. Dazu gab es aber bereits am vergangenen Freitag einen Vor-Ort-Termin mit Oberbürgermeister Bernd Klose", erklärt LMBV-Sprecherin Karin Franke. Warum das Wasser nicht seinen Weg im freien Gefälle findet, sei unklar. Dies müsse in den nächsten Wochen von Fachleuten untersucht werden, so Franke. Da reibt sich nicht nur Jörg Zinn die Augen. Denn genau das hätte schon im Vorfeld der Arbeiten am Auslaufbauwerk im Zuge des Antrages auf die wasserrechtliche Genehmigung geprüft werden müssen.

Bis auf Weiteres hat die LMBV nun erst einmal die eigentlich bei der Stadt Markkleeberg liegende Unterhaltspflicht für die Kleine Pleiße übernommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.03.2013

Ulrike Witt

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