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Markkleeberg Schönheitskur fürs Bärenherz
Region Markkleeberg Schönheitskur fürs Bärenherz
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08:00 06.05.2016
Haben Umbaupläne fürs Kinderhospiz Bärenherz: Ulrike Herkner und Hubertus Freiherr von Erffa. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Knapp acht Jahre nach der Eröffnung des Kinderhospizes Bärenherz im Kees’schen Park bekommt die Einrichtung, in der schwerkranke Kinder und ihre Familien betreut werden, eine Schönheitskur.

„In unserem Haus wird nicht nur gestorben, hier wird vor allem gelebt. Und das sieht man den Räumen nach den Jahren natürlich an. Deshalb wurde es jetzt höchste Zeit für eine Renovierung“, erklärt Bärenherz-Geschäftsführerin Ulrike Herkner. Die zehn Kinderzimmer und der Flur seien inzwischen dank der zweckbezogenen Spende der Delitzscher Firma Frunol Delicia gemalert worden.

Komplett neu gestaltet wird der Raum der Stille im Erdgeschoss. „Im Alltag hat sich gezeigt, dass wir einen Multifunktionsraum brauchen, wo wir mit Familien in entspannter Atmosphäre Erstgespräche führen und Geschwisterkinder parallel spielen können“, erläutert Herkner. Wie berichtet, herrscht im Kinderhospiz schon länger Raumnot. Im März hatte Herkner bereits Pläne für den Ausbau vorgestellt. Geplant ist eine zweite Etage auf dem rechten Gebäudeteil. Baustart soll voraussichtlich 2017 sein.

Ausgebaut werden soll auch das Gartenhaus, ein altes Gebäude aus Zeiten, als im Kees’schen Park noch das Markkleeberger Krankenhaus stand. „Das ist wunderbar als Rückzugsort geeignet. Familienangehörige, die über längere Zeit hier sind, brauchen das einfach“, weiß Herkner. In dem Häuschen könnten aber auch Geburtstagspartys stattfinden oder ein Vätertreff etabliert werden.

„Wir wachsen mit den Familien und ihren Bedürfnissen. Das ist sehr wichtig“, sagt die Geschäftsführerin. Ein schönes Beispiel dafür sei auch der Erinnerungsgarten, der jetzt von den Eltern verstorbener Kinder gemeinsam mit einer Kunsttherapeutin entwickelt wird. Wie groß der Rahmen fürs Wachsen ist, entscheide das Spendenaufkommen, betont der Vorstandsvorsitzende des Bärenherz-Vereins, Hubertus Freiherr von Erffa.

Für den Umbau zum Multifunktionsraum, das Gartenhaus und den Erinnerungsgarten seien noch Restmittel aus der 50 000 Euro-Spende von Thomas Gottschalk und Günter Jauch aus der RTL-Sendung „Die Zwei“ verwendet worden, erzählt Herkner. Aber auch kleinere Spenden, egal ob Geld, Material oder handwerkliche Leistungen, seien immer willkommen.

Von Ulrike Witt

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