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Markkleeberg Schon wieder: Aufzug am Markkleeberger Bahnhof kaputt
Region Markkleeberg Schon wieder: Aufzug am Markkleeberger Bahnhof kaputt
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00:18 22.01.2016
Ärgerlich: Der Aufzug am Bahnhof ist wieder außer Betrieb. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Der Aufzug am S-Bahnhof in Markkleeberg ist seit Tagen mal wieder außer Betrieb. Ursache laut Bahn – wie schon so oft - Vandalismus. Und bis zur Reparatur kann es dauern. Für Behinderte eine Katastrophe.

„Seit dem 11. Januar kann unser 16-jähriger Sohn, der im Rollstuhl sitzt, die Zugverbindungen wieder nicht nutzen“, schimpft der Markkleeberger Holm Chemnitzer. Er hatte schon wiederholt auf Probleme mit dem Aufzug hingewiesen (die LVZ berichtete). Von der Deutschen Bahn habe er die Auskunft erhalten, dass eine Reparatur wegen fehlender Ersatzteile frühestens in der fünften Kalenderwoche also ab 1. Februar möglich sei. Für die Familie, die kein Auto besitzt und damit auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, bedeutet das erneut erhebliche Einschränkungen.

„Die mit der neuen S-Bahn begründete Einstellung der Straßenbahnlinie 9 belastet uns durch den häufigen Ausfall des Aufzuges enorm. Die Buslinie 70 stellt hinsichtlich Standsicherheit des Rollstuhls, Platzangebot und selbstständigem Ein- und Aussteigen keinen adäquaten Ersatz da“, betont Chemnitzer. Aus seiner Sicht habe sich die Mobilitätssituation in Markkleeberg seit dem Wegfall der Linie 9 zwischen Connewitzer Kreuz und Markkleeberg-West Ende November immens verschlechtert. Außerdem kann Chemnitzer nicht verstehen, warum die Bahn nicht endlich Maßnahmen gegen den ständigen Vandalismus ergreift.

Grünen-Stadtrat Tommy Penk, der noch gestern das neue ÖPNV-Netz in der LVZ gelobt hatte, fordert die Bahn jetzt auf, aktiv zu werden.

„Wenn die Deutsche Bahn schon aus Kostengründen auf einen barrierefreien Zugang am Bahnhof Großstädteln verzichtet, muss sie zumindest in der Lage sein, ihre Aufzüge vernünftig in Schuss zu halten.“ Es könne nicht sein, dass Rollstuhlfahrer in Markkleeberg-Mitte nicht in die S-Bahn und andere Züge einsteigen können beziehungsweise beim Ankommen auf dem Bahnsteig regelrecht gefangen sind.

„Überfüllte Züge und Unpünktlichkeit sind bei der Deutschen Bahn ja keine Seltenheit. Dass die ohnehin spärlich vorhandenen Personenaufzüge am Bahnhof Markkleeberg und am S-Bahnhaltepunkt Markkleeberg-Nord dann aber noch gefühlt häufiger ausfallen, als sie betriebsbereit sind, ist ein zusätzliches Ärgernis“, sagt Penk. Und nicht nur Rollstuhlfahrer seien betroffen, sondern auch Familien mit Kinderwagen, Radfahrer und körperlich eingeschränkte Menschen. „Wir rufen die Deutsche Bahn auf, endlich diese Missstände dauerhaft zu beseitigen“, so der Grüne.

Von Ulrike Witt

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