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Markkleeberg Schrecksekunde beim Rasentraktor-Grand-Prix
Region Markkleeberg Schrecksekunde beim Rasentraktor-Grand-Prix
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00:31 01.07.2015
So sehen Sieger aus: Mario Lange (links) ist auch 2015 der strahlende Gewinner des Zitzschener Rasentraktor-Grand-Prix. Quelle: Ulrike Witt
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Zwenkau

Kampf gegen Kies statt PS-Duell am Berg lautet seine Devise. Doch die Zukunft ist gesichert: Leon Koppenburger, jung und dynamisch, verstärkt mit Teddy auf dem Spoiler das Feld.

"Männer, zwei Runden. Und verzählt Euch nicht wieder", instruiert Bernd Neidhardt, als Bernie Ecclestone von Zitzschen über die Dorfgrenzen hinaus bekannt, die acht Fahrer beim Abgehen der Strecke. Moderator Stephan Neidhardt sucht noch verzweifelt ein Grid-Girl. Doch die Damenwelt gibt sich zugeknöpft, Boxenluder will keine sein. "Ihr sollt doch nur die Fahne schwenken, damit die Jungs wissen, wann sie vom Gas können", beruhigt Neidhardt Junior und überzeugt Diana Paul.

Dann wird es ernst: Die Nationalhymne hallt über den Sportplatz, die Fahrer nehmen Haltung an. Kurz vorm Start eine Schrecksekunde. "Mein Zündschlüssel ist weg", ruft Youngster Leon. Bernd Pohle auf seinem im Weihnachtsbaumland gestählten Agria-Mulcher schüttelt den Kopf, setzt die Schweißerbrille ab, lockert Helm und Ledermantel. Jürgen Weichelt, alias Ferli, bleibt cool. Nach dem Debakel vom vergangenen Jahr, als er nach einem ausgedehnten Boxenstopp Letzter wurde, will er es diesmal wissen. "Ich kann auch im Dunkeln. Meine Gutbrod ist die einzige beleuchtete Maschine, hat sogar LED´s", sagt er mit überlegenem Lächeln. Heino Zech auf dem Safety-Car wirkt geradezu tiefenentspannt. Er hat in dieser Saison die Schwalbe gegen den Bierkasten-Ferrari aus dem Hause Köstritzer getauscht: "Verdursten muss ich nicht", so sein Kommentar vor der Boxengasse.

Endlich, es kann losgehen. Das Publikum zählt den Countdown herunter, das Fahrerfeld ist heiß wie nie. Und schon brausen die Männer davon, von den anerkennenden Blicken der Zuschauer verfolgt. Der Berg ist steil, fordert alles von Mensch und Maschine. Kurze Verschnaufpause, dann die Ostgerade. Die erste Runde ist ohne Ausfälle geschafft. Doch was macht Marcus Stacziwa? Er winkt in Queen-Elisabeth-Manier. Hat wohl zu viel Fernsehn geguckt.

Mario Lange, der Zitzschener mit dem Siegergen und der Schrubberborste auf dem Kopf, nutzt die Chance, braust souverän davon, holt sich auf dem Siegerpodest die neue Ölung für seinen Rasentraktor. Heiko Brause und Ferli landen auf den Rängen, Vierter wird Marcus Stacziwa. Frank Friedemann, Bernd Pohle, Leon Koppenburger und Günther Krümmling zollen auf den Plätzen Respekt. Und die rund 500 Zuschauer freuen sich über einen köstlichen Abend.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2015
Ulrike Witt

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