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Markkleeberg Schritt für Schritt ins Glück
Region Markkleeberg Schritt für Schritt ins Glück
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18:32 21.01.2011
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Markkleeberg

Ein Lächeln huscht übers Gesicht, Erinnerungen werden wach. Auf dem Parkett ist derweil volle Konzentration gefragt. Arme und Füße wollen koordiniert sein – die eigenen, die der Partnerin beziehungsweise des Partners und das alles, wenn möglich, im Takt. So manchem Paar steht die Anstrengung bei Walzer, Tango, Jive oder Cha-cha-cha förmlich ins Gesicht geschrieben. Bis Jan Büttner kommt: Er korrigiert charmant und strahlt.

„Bei uns müssen die Männer die Führung übernehmen und die Frauen sich führen lassen. Das fällt nicht immer leicht, besonders älteren Paaren, wo es zuhause oft genau andersrum ist“, weiß Büttner aus Erfahrung. Der 36-Jährige ist nicht nur Tanzlehrer, wie seine schwarzen Lackschuhe zur lässigen Jeans verraten. Ihm gehört die Tanzschule „Ballomare“, die er im September 2009 als erste in Markkleeberg gegründet hat. Büttners Lust am Tanzen wurde schon im Kindergarten geweckt. Beim Tanzkreis Brillant in Gera lernte er Standard- und Lateinkombinationen von der Pike auf. Das jahrelange intensive Training wurde später mit mehreren Landesmeistertiteln belohnt. „Wir sind sehr viel gereist, hatten unzählige Fernsehauftritte“, erzählt Büttner.

Heute ist der junge Mann ausgebildeter ADTV-Tanzlehrer, Tanzsporttrainer und Unternehmer. Seine Leidenschaft fürs Tanzen gibt er – unterstützt von Assistentin Charlott Wegel – gern weiter, unterrichtet alle Altersklassen – von drei bis 70 Jahren. Das Credo des gebürtigen Thüringers, den es vor zwei Jahren der Liebe wegen nach Sachsen zog, lautet: „Ein freier Kopf kann besser denken, ein gemeinsamer Schritt bringt doppelt voran, ein trainierter Geist belebt den Körper.“ Seine Eleven bestätigen das.

„Tanzen macht Spaß, befreit vom Alltagsstress und wir tun etwas Gutes für uns als Paar“, sagt beispielsweise der Markkleeberger Reinhard Geier. Mit seiner Lebensgefährtin Marion Penningh besucht er den Fortgeschrittenen- Kurs am Mittwochabend. Ein fester Termin, den beide nicht mehr missen möchten. „Ich habe das Gefühl, dass insbesondere Leute im mittleren Alter wieder bewusst und aktiv etwas miteinander erleben möchten. Tanzen ist da genau das Richtige“, betont Büttner. Die Initiative, sich für einen der verschiedenen Kurse anzumelden, ergreifen dabei zunehmend die Männer. Trotz aller Klischees.

Mehr als 130 Kinder, Frauen und Männer kommen regelmäßig in die Tanzschule „Ballomare“. „Darunter sind Markkleeberger, aber auch Leipziger, Böhlener, Markranstädter, Zwenkauer und Tauchaer“, berichtet Büttner. Und er hofft, dass es noch weit mehr werden. Schließlich hat er Pläne, möchte in naher Zukunft in größere Räumlichkeiten umziehen und statt an vier Kurstagen pro Woche künftig von Montag bis Sonntag Unterricht anbieten. Neben den Klassikern könnten Jugendliche unter anderem Hip-Hop und Jazzdance lernen oder Ballettstunden nehmen. Platz ist auch in den Seniorenkursen. „Wahrscheinlich fühlen sich viele zu jung. Uns geht es aber nicht um langsame Bewegungen, sondern um eine individuelle Betreuung“, erläutert Wegel.

Bei angehenden Brautpaaren schon sehr beliebt ist der vierstündige Fest- und Hochzeitskurs. Dabei dreht sich nicht alles nur um den ersten Tanz als Ehepaar. Büttner und Wegel geben auch Tipps für den glanzvollen Auftritt beim Ja-Wort. „Das hat sich wirklich gelohnt“, sagen Claudia und René Kreutzmann rückblickend auf ihren großen Tag im vergangenen Sommer – und haben nicht mehr aufgehört zu tanzen.

Vielleicht sind sie auch dabei, wenn Büttner irgendwann seinen Traum wahr macht und zum Tanzstundenball in den Großen Lindensaal einlädt.

Ulrike Witt

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