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Schüler präsentieren Projektwochen-Ergebnisse

Freies Gymnasium Zwenkau Schüler präsentieren Projektwochen-Ergebnisse

Dass man nicht alles erlernen könne durch „bloßes, totes Einüben“, hatte der Maler Caspar David Friedrich einst gesagt. Und diese Aussage hätte das Motto sein können beim Tag der offenen Tür am Freien Gymnasium Regenbogen in Zwenkau. Am Sonnabend präsentierten dort die knapp 330 Schüler, welchen Leidenschaften sie in der vorangegangenen Projektwoche gefolgt waren.

Martin Greulich, Paul Kannecht und Robert Altner (von links) hantieren an ihrer mit Solarstrom betriebenen Mini-Maschine.

Quelle: Antonia Clausen

Zwenkau. Dass man nicht alles erlernen könne durch „bloßes, totes Einüben“, hatte der Maler Caspar David Friedrich einst gesagt. Und diese Aussage hätte das Motto sein können beim Tag der offenen Tür am Freien Gymnasium Regenbogen in Zwenkau. Am Sonnabend präsentierten dort die knapp 330 Schüler, welchen Leidenschaften sie in der vorangegangenen Projektwoche gefolgt waren – unter anderem der Interpretation des Bildes „Die Lebensstufen“ von Friedrich, aus der sogar eine kleine Vorführung entstand.

„Die Schüler sollen in einer Projektwoche vor allem ihre Interessen wahrnehmen und haben darum selbst Vorschläge gemacht, womit sie sich beschäftigen möchten“, sagte Schulleiter Niels Schulz. Immer wieder interessant sei dabei, wie sich die Heranwachsenden – ebenso wie die Lehrer – außerhalb des normalen Unterrichts präsentieren würden. „Ich bin regelmäßig erstaunt, welche Talente in unseren Schülern schlummern, und darum ist es wichtig, die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorzeigen zu können“, freute sich der Pädagoge, der selbst im Chemieraum für Knall und Qualm sorgte.

Quer durch sämtliche Bereiche, vom Leben im Alten Ägypten bis zur feinen Origami-Kunst, präsentierten die Schüler ihre Werke den ganzen Vormittag über. Und sie waren sichtlich stolz auf ihre Leistungen. „Ich habe mich schon vor zwei Jahren in der Projektwoche mit Fotografie beschäftigt und jetzt noch mal mehr gelernt“, erzählte Alina Marx. So groß sei das Interesse am Thema gewesen, dass zwei Projektgruppen entstanden waren, die sich mit Belichtung und Blende auseinandergesetzt hatten und beeindruckende Bilder zeigen konnten. Tüftler lockte wiederum die Arbeitsgruppe „Unsere Sonne“: Martin Greulich, Paul Kannecht und Robert Altner ließen ihre Mini-Maschinen durch Solarstrom betreiben. Die Gruppe „Was uns bewegt“ setzte sich mit Zeitgeschichte und Gesellschaft auseinander, in der Turnhalle wurde „Futsal“, eine Art des Hallenfußballs, gespielt.

Viel los ist seit Eröffnung des Freien Regenbogen Gymnasiums, denn die Einrichtung ist so gut wie voll belegt. „Ab der elften Klassenstufe abwärts laufen wir zweizügig, die neuen fünften Klassen sind schon wieder voll, mehr Klassen würde das Gebäude aber nicht hergeben“, so Schulz. Lediglich in den oberen Stufen gebe es hin und wieder einen freien Platz. Schulz: „Wir haben immer wieder Anfragen von sogenannten Quereinsteigern.“ Das sei nicht nur auf die prosperierende Stadt Zwenkau sondern eben auch auf das Konzept und den Status als anerkannte Ersatzschule zurückzuführen, erklärte er. „Dass in Großdeuben ein Freies Gymnasium eröffnet hat, hat keinen Einfluss auf unsere Anmeldezahlen“, so Schulz. Außerdem unterschieden sich die beiden Einrichtungen in ihren Konzepten.

„Für unsere Tochter kam keine andere Schule in Frage, sie wollte unbedingt hier hin“, sagte eine Mutter. Josephine besucht nun seit einem halben Jahr die Klassenstufe 5 und fühlt sich, wie sie selbst meinte, „super“. Prima fühlten sich auch die vier Jungen, die das Bild „Die Lebensstufen“ von Friedrich in Szene gesetzt hatten – als Familientreffen mit Schatzsuche.

Von Antonia Clausen

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