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Schulen bekommen bis Ende Juni neue Computer

Schulen bekommen bis Ende Juni neue Computer

Die Markkleeberger Schulen können aufatmen, ihre schrottreife Computertechnik wird noch vor Schuljahresende ausgetauscht. Der Stadtrat hat diese Woche Hard- und Software bei der Leipziger netzwert GmbH in Höhe von fast 570 000 Euro bestellt.

Markkleeberg. Wie berichtet, sind die im Zuge der Medienoffensive Schule, kurz Medios, 2004 angeschafften Computer, wie das Projekt selbst, überholt. Kurz vor dem Medios-Aus im Sommer 2014 hatte der Stadtrat die schrittweise Neuausstattung beschlossen. In der Phase 1 geht es jetzt um die Grundausstattung der vier Grundschulen, der Oberschule und des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums, "zwingend notwendig für die Absicherung des Informatikunterrichtes in den Kabinetten", wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) betonte. In den nächsten Jahren sollen dann in Phase 2 und 3 die Wünsche der Schulen in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten der Stadt berücksichtigt werden.

Dass die Computertechnik ein Muss ist, war am Mittwochabend im Großen Lindensaal unstrittig. "Aber warum fordern 24 Firmen die Ausschreibungsunterlagen an und letztlich gibt nur netzwert ein Angebot ab?", wollte nicht nur Nele Werner (Linke) wissen. Viele IT-Firmen wollten nur Computer liefern, trauten sich die geforderte Installation und Vernetzung nicht zu, hieß es von der Verwaltung zum Erstaunen vieler.

"Wir haben Bauchschmerzen bei nur einem Angebot. Vielleicht hätte die Ausschreibung aufgehoben werden müssen", gab Gerhard Pötzsch (CDU) zu bedenken. Sein Fraktionskollege Christian Funke fühlte sich überfahren, er hätte vorab mehr über die technischen Details erfahren wollen. Funke hakte noch in puncto Bewirtschaftungskosten nach. Thomas Wales, im Rathaus für Kitas und Schulen zuständig, sprach von 50 000 bis 60 000 Euro pro Jahr für alle sechs Markkleeberger Schulen.

Schütze betonte: "Wir haben uns auch geärgert, dass nur ein Angebot eingereicht wurde. Wir hatten mit der Erarbeitung der Ausschreibung extra eine erfahrene Fachfirma beauftragt, weil wir im Rathaus eben nicht über das Fachwissen verfügen. Es wurde auch über die Aufhebung der Ausschreibung nachgedacht, aber die Schulen brauchen schnell neue Technik und netztwert hat Referenzen vorzuweisen." Letztlich ging der Beschluss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung durch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2015
Ulrike Witt

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