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Markkleeberg Schulleiter Ditmar Apel: „Wahnsinnig stolz“
Region Markkleeberg Schulleiter Ditmar Apel: „Wahnsinnig stolz“
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07:00 19.10.2017
Ditmar Apel, Stanislaw Tillich, Pascal Teubert, Carsten und Tina Müller sowie Laudatoren (von links) beim Festakt in der Dresdner Frauenkirche. Quelle: Matthias Rietschel
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Markkleeberg

Im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium freuen sich Schulleiter Ditmar Apel, Geschichtslehrer Dr. Carsten Müller und die 25 Mitglieder der AG Spurensuche riesig über den sächsischen Bürgerpreis 2017. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung hatte Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Montagabend im Beisein von Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) in der Dresdner Frauenkirche übergeben (die LVZ berichtete).

„Ich bin wahnsinnig stolz auf Euch. Der Bürgerpreis ist das Größte, was uns als Schule passieren kann“, erklärte Apel der AG nach der Rückkehr. Zwei Mitglieder, Zwölftklässler Pascal Teubert und Elftklässlerin Tina Müller, beide 17, waren mit in Dresden gewesen und noch „schwer beeindruckt vom feierlichen Rahmen und dem Respekt, der uns vom Ministerpräsidenten im persönlichen Gespräch gezollt wurde“.

Wie berichtet, befasst sich die von Carsten Müller gegründete AG Spurensuche seit drei Jahren mit dem Schicksal der von den Nazis verfolgten und ermordeten Markkleeberger Juden. Die Schüler haben akribisch in Archiven recherchiert, inzwischen eine ganze Reihe bislang weitgehend unbekannter Schicksale ausgegraben und öffentlich gemacht. Anfang September wurden erst auf Initiative der Gymnasiasten sieben Stolpersteine in Markkleeberg verlegt.

„Das Engagement und die Qualität der Schülerarbeiten ist wirklich ganz außerordentlich“, lobte Carsten Müller seine Schüler. Angesichts der aktuellen politischen Situation in Sachsen sei der Bürgerpreis in der Kategorie „Engagement in der Schule für Demokratie und Toleranz“ eine ganz besondere Auszeichnung und Verpflichtung gleichermaßen. Er versicherte: „Wir setzen die Arbeit fort, werden weitere Schicksale aufarbeiten. Und am 9. November sind wir natürlich beim Stolpersteinputzen dabei.“

Strahlende Gesichter gibt es auch in der Martin-Luther-Kirchgemeinde. Pfarrer Arndt Haubold und Ingrid Diestel erhielten von Tillich den Bürgerpreis in der Kategorie kulturell-geistliches Engagement für die Entwicklung der Fahrradkirche Zöbigker. Damit sind dieses Jahr zwei von fünf Bürgerpreisen nach Markkleeberg gegangen.

Von Ulrike Witt

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